LeBron James (M.) stand in den vergangenen vier Jahren im All-NBA First Team © getty

Auch ohne Bosh spazieren die Heat in Portland zum neunten Sieg in Serie. James erinnert an Magic und führt Miami zum Startrekord.

Von Eric Böhm

München/Portland - Die Miami Heat haben ihren neunten Sieg in Serie eingefahren und bleiben in der Eastern Conference das Maß der Dinge.

Auch ohne Chris Bosh gewann der Vize-Meister bei den Portland Trail Blazers souverän mit 107:93 (60:42).

Der Power Forward fehlte aufgrund eines Todesfalles in seiner Familie, wurde aber aufgrund der Glanzleistungen von LeBron James (38 Punkte, elf Rebounds, sechs Assists, fünf Steals) und Dwyane Wade (33 Zähler, zehn Vorlagen) nicht vermisst (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Uns fehlte heute ein wichtiger Teil unseres Teams. Deshalb musste ich noch eine Schippe drauflegen, um den Sieg einzufahren", sagte James ( 524857 DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche ).

Spoelstra adelt James

LBJ war überall zu finden und füllte nahezu jede Spalte der Box-Score mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit, die Coach Erik Spoelstra einen interessanten Vergleich ziehen ließ.

"Wir brauchten heute eine Magic-Johnson-würdige Vorstellung von ihm. Er hat alles gebracht und die Herausforderung angenommen", lobte Miamis Cheftrainer.

In 15 Partien verbuchte James mindestens 30 Punkte. Wade erreichte in den vergangenen zehn Spielen immer die 20-Zähler-Marke.

Große Highlight-Show

Bereits zur Pause hatte sich Miami einen deutlichen Vorsprung erspielt, da die Trail Blazers kein Mittel gegen die effizienten "Miami Twice" fanden.

Immer wieder legten sich die Superfreunde Wade und James fast ohne Gegenwehr gegenseitig spektakuläre Alley-Oops auf.

Das Duo knüpfte im ersten Spiel nach der All-Star-Pause an das Auswahlspiel an. Intensität und Verteidigung der Kontrahenten waren allerdings selbst am vergangenen Sonntag in Orlando höher als bei dem Auftakt in die zweite Saisonhälfte ( 523845 DIASHOW: Das All-Star Game 2012 ).

Härtere Gangart im All-Star Game

Schließlich kam es gegen die überforderten Blazers nicht zu ähnlichen Scharmützeln wie mit Kobe Bryant.

D-Wade hatte dem Aushängeschild der Los Angeles Lakers mit einem harten Foul einen Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zugefügt (Bericht).

Haslem überzeugt

Im dritten Viertel führten die Heat bereits mit 25 Punkten, ehe Spoelstras Mannschaft deutlich den Fuß vom Gas nahm.

Point Guard Mario Chalmers (zwölf Punkte) und Backup-Forward Udonis Haslem, er steuerte mit elf Zählern sowie 14 Rebounds ein Double-Double bei, konnten ebenfalls überzeugen.

In dieser Form sind James und Wade jedoch auch von den Spitzenteams der NBA nur extrem schwer zu kontrollieren.

Bestmarke für Heat

28 Siege aus den ersten 35 Spielen bedeuten einen neuen Teamrekord für die Heat und verdeutlichen das der NBA-Titel in diesem Jahr nur über die Glitzertruppe führt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bosh, der ohnehin meist die dritte Geige spielt, wird wohl auch beim Gastspiel in Utah (ab 3 Uhr LIVESCORES) fehlen. Ob er zum Showdon mit den Lakers (So., ab 21.30 Uhr LIVESCORES) zurückkehrt, ist noch nicht klar.

Aldridge sauer

LaMarcus Aldridge war mit 20 Punkten Portlands bester Scorer. Die Blazers müssen nach der achten Niederlage aus den vergangenen zwölf Auftritten als Neunter im Westen um die Playoffs bangen.

Erstmals in dieser Saison weisen sie keine positive Bilanz auf. Die Frustration war nicht nur Aldridge anzumerken.

"Ich bin an einem Punkt, wo ich nicht mehr darüber reden kann, was wir machen müssen. Die Taten sind jetzt wichtig", haderte der frischgebackene All-Star.

Weiterlesen