Kevin Durant (M.) war 2010 MVP der Weltmeisterschaft in der Türkei © getty

Oklahomas Topscorer schenkt den Magic 38 Punkte ein. Suns-Guard Nash verpasst einen Saisonrekord. Die Clippers bleiben dran.

Von Eric Böhm

München - Kevin Durant fühlt sich offensichtlich in Orlando extrem wohl.

Der Superstar führte die Oklahoma City Thunder mit 38 Punkten zu einem 105:102 (50:53) bei den Magic.

Bereits beim All-Star Game an gleicher Stelle (Bericht) hatte "Durantula" brilliert und war folgerichtig zum MVP gewählt worden ( 523845 DIASHOW: Das All-Star Game 2012 ).

Allerdings war für den Auswärtssieg ein phänomenaler Endspurt nötig, schließlich ging der Spitzenreiter der Western Conference mit einem zweistelligen Defizit ins Schlussviertel.

"Ich war nach dem ersten Viertel ziemlich deprimiert und unzufrieden mit mir selbst. Das Team und die Coaches haben mich wiederaufgebaut. Dann fielen einige Würfe und es lief", analysierte Durant.

"Kevin war phänomenal"

Der Weltmeister von 2010 markierte in den letzten zwölf Minuten 18 Zähler und hatte immer eine Antwort auf gelungene Aktionen der Gastgeber parat.

All-Star-Kollege Russell Westbrook steuerte 29 Punkte sowie zehn Assists bei. In der Endphase war es aber Durants Show ( 524857 DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche ).

Mit zwei Freiwürfen und einem Dreier schoss er die Thunder gute drei Minuten vor Ultimo mit 93:89 erstmals in Führung. Eine Minute später schraubte er den Vorsprung durch seinen insgesamt fünften Dreier auf 99:94.

"Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden wir. Kevin war phänomenal, aber in der Abwehr haben wir uns zurückgekämpft", freute sich Thunder-Coach Scott Brooks.

Richardson verpasst Ausgleich

Durant gelangen zwölf der letzten 17 Punkte seines Teams. Zwei verfehlte Freiwürfe von Daequan Cook hätten am Ende aber richtig teuer werden können.

Denn Jason Richardson (16 Zähler) hatte so mit der Schlusssirene noch die Chance zum Ausgleich, sein Dreier verfehlte jedoch den Korb.

"Wir hätten es aber auch nicht verdient gehabt. Wir haben im vierten Abschnitt nicht verteidigt. So kannst du sie nicht schlagen", ärgerte sich Orlandos Cheftrainer Stan Van Gundy.

Thunder-Serie geht weiter

Auch der starke Dwight Howard (33 Punkte, neun Rebounds) konnte den siebten Erfolg der Thunder in Serie nicht verhindern.

Im Duell der Topstars musste sich "Superman" geschlagen geben. Zwar lieferten alle fünf Starter eine zweistellige Ausbeute, die Bank kam aber nur auf zwölf Zähler.

Die Magic bleiben in der Eastern Conference dennoch Fünfter. "Es war eine gute Lektion für uns", sagte Howard (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Sacramento Kings - Los Angeles Clippers 100:108

Die Los Angeles Clippers bezwangen die Sacramento Kings im kalifornischen Duell 108:100 (57:57) und verteidigten im Westen Rang drei.

Für den diesmal nicht so starken Blake Griffin (14 Punkte) sprangen All-Star Chris Paul (22, neun Assists) und Backup Mo Williams (18) in die Bresche.

Williams traf im letzten Viertel all seine vier Dreipunktewürfe und verhalf den Gästen so zu einem Vorsprung von 19 Zählern.

Turnovers schaffen Kings

Bei den Kings lieferte DeMarcus Cousins (23 Punkte, zehn Rebounds) ein Double-Double. Tyreke Evans und Marcus Thornton verbuchten 18 Zähler.

Die insgesamt 18 Ballverluste waren aber eine zu große Hypothek. Die Clippers machten daraus 27 Punkte.

Die schwächste Verteidigung der NBA - sie lassen im Schnitt 102,1 Zähler pro Partie zu - hängt im Westen auf dem vorletzten Platz fest.

Phoenix Suns - Minnesota Timberwolves 104:95

Die Phoenix Suns schlugen die Minnesota Timberwolves trotz Kevin Loves Topleistung (23 Punkte, zehn Rebounds) mit 104:95 (46:51).

Der All-Star meldete sich nach seinem Fieberschub vom Vortag in guter Verfassung zurück. Kein anderer T-Wolf erzielte jedoch mehr als 15 Zähler.

"Wir sind in uns zusammengefallen. Es war das dritte Spiel in drei Tagen, ich war krank. Da hat uns am Ende die Müdigkeit erwischt", meinte Love.

Hill trumpft auf

Neun Minuten vor Schluss stand es aus Sicht der Gäste nur 79:81. Grant Hill vollendete wenig später mit einem Drei-Punkte-Spiel jedoch einen 9:0-Lauf der Suns.

Der Veteran stellte mit 20 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung auf. Näher als auf sechs Punkte kam Minnesota in der Folge nicht mehr heran.

"Der Ball schien mich einfach zu finden. Ich kam nach der Pause zu einigen Abschlüssen und mein Team hat mich gesucht", gab sich Hill gewohnt bescheiden.

Rubio lobt Nash

Gleich sechs Suns-Akteure punkteten zweistellig. Steve Nash lieferte 17 Vorlagen und verpasste knapp den NBA-Saisonrekord (SERVICE: Die Tagesbesten).

Timberwolves-Youngster Ricky Rubio (13 Zähler, zwei Assists) zog in seinem ersten Duell mit Nash den Kürzeren.

"Er weiß, wie er spielen muss. Er ist einer der besten Spielmacher aller Zeiten. Er triffte einfach die richtigen Entscheidungen", lobte Rubio seinen Kontrahenten (INTERVIEW: Nash spricht bei SPORT1).

Phoenix bleibt auch nach dem Sieg 13. Der Western Conference. Die Timberwolves rutschten auf Rang zehn ab.

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