Miamis Wade brach Lakers-Star Kobe Bryant im All-Star Game die Nase © getty

L.A. gewinnt dank des Superstars, den auch eine gebrochene Nase nicht stoppen kann. Rose siegt im Point-Guard-Duell gegen Parker.

Von Björn Seitner

München - Auch eine Gehirnerschütterung und eine gebrochene Nase können die "Black Mamba" nicht stoppen.

Mit einer transparenten Maske im Gesicht führte Kobe Bryant seine Los Angeles Lakers im heimischen Staples Center gegen Minnesota zu einem ungefährdeten 104:85 (50:44)-Sieg - dem 17. Erfolg gegen die Timberwolves in Folge (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Mit einem üblen Foul im All-Star Game (Bericht) hatte Miamis Dwyane Wade vor drei Tagen für einen Schock bei den Lakers-Fans gesorgt.

Bryant dagegen ließ sich nichts anmerken und schrammte mit 31 Punkten, sieben Assists und acht Rebounds sogar knapp an einem Triple-Double vorbei.

Bryant mit guter Freiwurfquote

"Kobe ist Kobe, er sitzt einfach nicht gerne draußen", sagte L.A.s Coach Mike Brown zu seinem Supertar: "Selbst wenn er zwei gebrochene Beine hätte, würde er wohl sagen: 'Klebt das eine, tackert das andere und los geht's'".

Schon zu Saisonbeginn hatte den 33-Jährigen eine Handgelenksverletzung geplagt, doch auch diese hatte Bryant nicht stoppen können (SERVICE: Die Tagesbesten).

Trotz Maske, die er erst kurz vor Spielbeginn das erste Mal aufsetzte, nahm der 14-malige All-Star 23 Würfe: Elf davon traf er.

Besser war seine Quote von der Freiwurflinie: Bryant verwandelte neun seiner zehn Versuche ( 524857 DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche ).

Längste Siegesserie der NBA

Auch dank der starken Leistungen von Pau Gasol (15 Zähler) und Andrew Bynum (13 Punkte, 13 Rebounds) verbesserten die Lakers ihre Heimbilanz auf 15 Siege bei nur einer Niederlage.

Die Serie von 17. siegen in Folge gegen Minnesota stellt die derzeit längste in der NBA dar. Beide Teams treffen in den kommenden 16 Tagen noch zweimal aufeinander.

Bei den Timberwolves, die am Abend zuvor ebenfalls im Staples Center die Los Angeles Clippers bezwangen, fehlte jedoch Topscorer Kevin Love wegen einer Grippe.

Schwaches drittes Viertel

Knackpunkt der Partie war das dritte Viertel, dass die Wolves mit 15:33 verloren.

Nur fünf ihrer 20 Würfe aus dem Feld verwandelten die Gäste in diesen zwölf Minuten.

Michael Beasley und Martell Webster waren mit insgesamt je 14 Punkten von der Bank die besten Werfer der Timberwolves.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

San Antonio Spurs - Chicago Bulls 89:96

Die Chicago Bulls haben sich gegen die San Antonio Spurs mit 96:89 (50:42) durchgesetzt und den vierten Sieg in Folge gefeiert.

Wie im All-Star Game (Bericht) standen sich die beiden Top-Point-Guards Derrick Rose und Tony Parker gegenüber.

Diesmal hatte allerdings "D-Rose" die Nase vorn, der sich im Duell gegen den Westen mit seinem Ost-Team noch geschlagen geben musste ( 523845 DIASHOW: Das All-Star Game 2012 ).

29 Zähler steuerte der MVP von 2011 zum Sieg bei, Parker kam auf elf Punkte, neun Assists und sechs Rebounds.

Parker und Rose prallen zusammen

Eine Schrecksekunde gab es im ersten Viertel, als die beiden Stars mit den Knien zusammenstießen.

Während Parker stehen blieb, krümmte sich Rose am Boden. "Direkt nach dem Zusammenprall waren die Schmerzen unerträglich", erklärte Rose, der nach kurzer Pause aber doch weitermachen konnte und keine weiteren Auswirkungen befürchten muss.

Kurz vor Schluss erzielte er den entscheidenden Korb zum 89:84 über den ausgestreckten Arm von Spurs-Center Tim Duncan. Luol Deng legte mit einem Dreier nach.

Beide Teams auf Rang zwei

Bei San Antonio war Gary Neal von der Bank mit 21 Punkten bester Werfer. Duncan erzielte 18 Zähler.

Beide Teams bleiben in ihren Conferences auf dem zweiten Platz.

New York Knicks - Cleveland Cavaliers 120:103

Die New York Knicks haben trotz zwischenzeitlichem Rückstand von 17 Zählern gegen Ende des zweiten Viertels mit 120:103 (49:61) gegen die Cleveland Cavaliers gewonnen.

Shootingstar Jeremy Lin steuerte 19 Punkte und 13 Assists bei. Carmelo Anthony kam auf 22 Zähler.

"Linsanity" lobte vor allem die Bankspieler seines Teams: "Sie haben einen wirklich großartigen Job gemacht. Heute hat man gesehen, wie gut unser Kader besetzt ist."

Knicks überrolen Cavs in der zweiten Halbzeit

Forward Steve Novak erzielte 17 Punkte, Iman Shumpert zwölf Zähler. Auch J.R. Smith (9) und Jared Jeffries (8) spielten stark.

Mit 71:42 ging die zweite Spielhäfte an die Hausherren. "Als wir nach der Pause wieder auf das Feld kamen, wussten wir, dass wir uns vor allem in der Defensive steigern mussten. Die gute Offensivleistung kam dann ganz von selbst", erklärte Novak.

Die Cavaliers boten den Knicks vor allem dank Antawn Jamison (23) und Kyrie Irving (22) lange Gegenwehr, mussten am Ende aber ihre 20. Niederlage einstecken.

Weiterlesen