Gilbert Arenas kam 2003 aus Golde State nach Washington © getty

Berlin - NBA-Superstar Gilbert Arenas spricht bei Sport1.de über Nowitzkis Heimat, seinen Monster-Vertrag und "Gilbertology".

Sport1: Wie stark sehen Sie die deutsche Nationalmannschaft mit Nowitzki und Chris Kaman?

Arenas: Ich weiß nicht, ob ihr in Deutschland viel über Chris Kaman wisst. Aber er ist ein ausgezeichneter Spieler. In der NBA gibt es vielleicht nur zwei Spieler, die mit rechts und links besser getroffen haben. Kaman ist genauso wie Carlos Boozer (von den Utah Jazz, Anm. d. Red.) Rechtshänder, aber beide spielen auch gerne mit der linken Hand. Damit verwirrt er seine Gegenspieler ordentlich.

Sport1: Was wird für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Peking möglich sein?

Arenas: Erstmal müssen sie sich qualifizieren. Aber ich denke schon, dass das mit Nowitzki und Kaman gelingen wird. Dann wird man sehen.

Sport1: Was muss das Team USA tun, um die Goldmedaille zu gewinnen?

Arenas: Sie müssen einfach nur mit Spaß Basketball spielen. Die Diskussionen zwischen den Ausrüstern Nike und Adidas müssen sie ausblenden und versuchen Gold zu holen. Sie wundern sich, warum sie zuletzt nichts gewonnen haben (Anm. d. Red.: Bei der WM 2002 im eigenen Land wurden die USA nur Sechster, bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und bei der WM 2006 in Japan jeweils Dritter). Ich glaube, dass diese ganzen Ausrüster-Streitereien scheinbar wichtiger sind als Basketball.

Sport1: Sind Sie enttäuscht, dass Sie nicht dabei sind?

Arenas: Nein, ganz und gar nicht. Vor zwei Jahren war ich schon etwas traurig. Aber ich stecke die Nichtnominierung gut weg.

Sport1: Wenn Sie etwas Verrücktes tun oder sagen, ist die Rede von "Gilbertology". Was gibt es Neues von der "Gilbertology"?

Arenas: Das ist lustig. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was das bedeutet. Mein Coach hat das so bezeichnet.

Sport1: Letzte Saison konnten Sie aufgrund einer Knieverletzung nur 13 Spiele bestreiten. Wie lauten Ihre persönliche Ziele und die für die Wizards?

Arenas: Mein Knie ist wieder zu 95 Prozent in Ordnung. Da bin ich sehr optimistisch. Wir müssen hungrig sein und harten Basketball spielen. Ich will mit den Wizards unbedingt die Eastern Conference Finals erreichen und hoffe, den Titel zu holen. Die Chance ist nicht schlecht und unser Team nur schwer zu schlagen. Dafür müssen aber alle Spieler gesund bleiben. Das ist das Wichtigste.

Das Gespräch führte Robert Freiberg