Einen solchen "Iron Bowl" hat es wohl noch nie gegeben.

Das traditionelle Lokalduell zwischen Titelverteidiger Alabama Crimson Tide und den Auburn Tigers wurde den hohen Erwartungen gerecht. Der 34:28 (7:0, 7:21, 7:0, 13:7)-Erfolg Auburns wird in die Geschichte des College Footballs eingehen.

In der letzten Aktion des Spiels versuchte Alabama auf der Jagd nach der dritten Meisterschaft in Folge ein Field Goal aus 57 Yards Entfernung mit dem zweiten Kicker.

Der Schuss des Freshman Adam Griffith war aber zu kurz, Cornerback Chris Davis fing den Ball in der eigenen Endzone und trug ihn die kompletten 100 Yards zum umjubelten Heimsieg zurück.

In der dramatischen Partie stand für beide Kontrahenten die Titelchance auf dem Spiel. Der Sieger würde ins Endspiel der SEC-Conference einziehen und hätte bei einem Sieg über Missouri gute Karten auf einem Platz im BCS-Finale.

Vor Davis' historischer Heldentat hatte Alabama alles im Griff. Mit einem 99-Yard-Touchdown des NFL-Kandidaten A.J. McCarron auf Amari Cooper waren sie in Führung gegangen.

Erst 32 Sekunden vor Schluss schafften die Tigers mit einem langen Touchdown von Receiver Sammie Coates den Ausgleich, ehe Bamas früherer NFL-Coach Nich Saban zu viel wollte. Schon vor zwei Wochen hatte Auburn nur durch eine "Hail Mary" in der Schlussminute gewonnen.

Im letzten Jahr vor der Einführung eines Playoff-Systems wird es nun kompliziert. Florida State und Ohio State (42:41 über Erzrivale Michigan) blieben ungeschlagen und rangieren in der maßgeblichen Liste vor Auburn, die aber das schwerste Programm in der besten Conference mit nur einer Niederlage abgeschlossen hat.

Sollten alle drei Teams ihre Conference-Finals in der kommenden Woche gewinnen, müssen die Umfragen und die Computer entscheiden, wer um den Titel spielt.

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