Das Laufbahnende von Kunstturn-Europameister Philipp Boy rückt näher.

Der 25 Jahre alte Vize-Weltmeister räumte im "rbb" psychische Probleme seit seinem schweren Sturz vom Reck beim letztjährigen DTB-Pokal in Stuttgart ein. Zudem warte er, so der Cottbuser im TV-Interview, immer noch auf einen richtig guten Sponsor.

"Seit Stuttgart ist bei mir ein Schalter im Kopf umgelegt. Früher habe ich mir nie über das Turnen Gedanken gemacht", sagte Boy, der seit seinem glimpflich verlaufenen Unfall auch immer wieder an seinen einstigen Trainingskollegen Ronny Ziesmer denken muss: "Das sind Gefühle, die dich hemmen."

Ziesmer sitzt nach einem Trainingsunfall beim Sprung seit acht Jahren querschnittgelähmt im Rollstuhl.

Über seine mentale Blockade am Reck hinaus wurde der Lausitzer in diesem Jahr von Verletzungen am Sprunggelenk, am Rücken, am Schlüsselbein und am Handgelenk geplagt. Dementsprechend gehandicapt blieb Boy sowohl bei den Olympischen Spielen in London als auch bei den europäischen Titelkämpfen in Montpellier ohne Medaille.

Eine endgültige Entscheidung über den weiteren Verlauf seiner Karriere, bestätigte Boy vor laufenden TV-Kameras, werde bis Ende November fallen.

Weiterlesen