Letzte Ausfahrt London: Mit dann 37 Jahren wird Oksana Chusovitina ihre einmalige Karriere als Kunstturnerin bei ihren sechsten Olympischen Spielen im Sommer in London definitiv beenden.

"Nach London ist Schluss", sagte die Olympiazweite von Peking am Sprung vor dem Mannschafts-Finale am Samstag (15 Uhr) bei den Europameisterschaften in Brüssel. Die gebürtige Usbekin, die seit sechs Jahren für den Deutschen Turner-Bund (DTB) an die Geräte geht, erreichte mit dem besten Vorkampfergebnis auch den EM-Endkampf beim Sprung am Sonntag (14 Uhr) und könnte dort ihre 18. internationale Medaille gewinnen.

Die beispiellose internationale Laufbahn der 1,53 m kleinen Chusovitina begann mit europäischem Team-Gold 1990 in Athen für die damalige Sowjetunion. Zwei Jahre später in Barcelona wurde sie mit der Riege der nicht mehr existierenden Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) Mannschafts-Olympiasiegerin. Für ihr Geburtsland Usbekistan wurde Chusovitina 2003 in Anaheim Sprung-Weltmeisterin.

Im deutschen Nationaltrikot holte sie sich 2008 in Clermont-Ferrand den EM-Titel beim Sprung. Nach ihrem Rücktritt als aktive Turnerin will die "Turn-Oma" ihre Arbeit als Nationaltrainerin Usbekistans intensivieren.

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