Elisabeth Seitz ist Olympia-Sechste von London 2012
2011 wurde ein Turnelement am Stufenbarren nach Elisabeth Seitz benannt © getty

Elisabeth Seitz ist noch nicht wieder in der Form des Olympia-Jahres. Im Mehrkampf-Finale von Antwerpen verpasst sie die Top ten.

Antwerpen - Elisabeth Seitz hat den Sprung zurück in die Weltspitze verpasst:

48 Stunden nach ihrer Zitter-Qualifikation konnte sich die Olympia-Zehnte von London bei der Mehrkampf-Entscheidung weniger als von ihr erhofft steigern.

Als 23. gerade noch ins Finale gerutscht, platzierte sich die Mannheimerin bei den Weltmeisterschaften in Antwerpen mit 53,665 Punkten diesmal auf Rang 15.

"Ich werde versuchen, in den kommenden Wochen im Training nicht alles negativ zu sehen. Aber ich muss an allem viel arbeiten, auch an den Dingen, die besser gelaufen sind", sagte Seitz selbstkritisch.

Wieder enges US-Duell

Mit der Medaillenvergabe hatte die 19-Jährige erwartungsgemäß ohnehin nichts zu tun.

Nach einem über alle vier Geräte stets engen US-Duell setzte sich Simone Biles (60,216) knapp vor ihrer Teamkollegin Kyla Ross (59,332) durch.

Wie schon bei Olympia in London sicherte sich die Russin Alija Mustafija (58,856) die Bronzemedaille.

Gut gelungener Jurtschenko

Vor 6000 Zuschauern im erstmals gut gefüllten Sportpaleis von Antwerpen musste Seitz bei ihrer Bodenübung zwar mit beiden Füßen die Wettkampffläche verlassen (Abzug 0,3 Punkte), glich dieses Manko allerdings beim Sprung mit einem sehr gut gelungenen Jurtschenko mit Doppelschraube aus.

Am Stufenbarren, an dem die ehemalige Vize-Europameisterin die Qualifikation verpasst hatte, gelang ihr der spektakuläre Def, wegen kleinerer Haltungsfehler blieb sie aber dennoch unter ihren Möglichkeiten.

Wie schon in der Vorrunde musste sie den Schwebebaken vorzeitig verlassen, entsprechend enttäuscht kletterte die Bundeswehrsoldatin vom Turnpodium.

Scheder im Einzel-Finale

Mit dem Doppelsieg untermauerten die USA derweil ihre Vormachtstellung bei den Kunstturnerinnen.

Bei der WM 2011 in Tokio hatte Jordyn Wieber den Sechskampf-Titel errungen, der Olympiasieg in London war an Gabrielle Douglas gegangen.

Die Welttitelkämpfe werden am Samstag mit den ersten fünf Geräteentscheidungen fortgesetzt. Dabei hat sich der Mehrkampf-Dritte Fabian Hambüchen (Bronze-Coup: Hambüchen schockt alle) für den Endkampf am Boden (14.30 Uhr) qualifiziert, Sophie Scheder steht im Finale am Stufenbarren (16.15 Uhr).

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