Lucy Gossage feiert in Bolton ihren ersten Ironman-Sieg © getty

Beim Ironman UK haben die Ausländer nichts zu bestellen. Halksworth hält einen Wahl-Schweizer in Schach. Gossage dominiert.

Von Jan Saegert/tri-mag

Bolton - Nichts zu bestellen hatten die ausländischen Profis beim Ironman UK (Highlights Fr. ab 17 Uhr im TV auf SPORT1) am vergangenen Wochenende.

Bei der fünften Austragung in Bolton gab es nicht nur zwei rein britische Siegerehrungen - die Gastgeber holten sich bei Frauen und Männern die ersten fünf Plätze. Ein Novum in der Geschichte der weltweiten Ironmanserie.

Bei den Männern setzte sich nach 226 Kilometern Jugend gegen Erfahrung durch. Daniel Halksworth lieferte sich auf dem schweren Kurs im Nordwesten Englands ein fast neunstündiges Duell mit Stephen Bayliss, dem Wahlschweizer, der sein Heimrennen 2008 schon einmal gewinnen konnte.

Halksworth hat mehr zuzusetzen

Weder auf den 3,8 Schwimmkilometern noch beim Radfahren (180 Kilometer mit ca. 1.600 Höhenmetern) ließ Bayliss seinen sieben Jahre jüngeren Landsmann aus den Augen.

Die Entscheidung um den Sieg musste also auf der Marathonstrecke fallen: und dort hatte Halksworth am Ende die größeren Energiereserven.

Den Streckenrekord des Australiers Aaron Farlow verfehlte der alte und neue Champion um mehr als 20 Minuten.

Skipper fast noch auf Platz 2

Neben dem Titel wahrte sich der 27-Jährige dafür noch die Chance, im Oktober bei den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii dabei zu sein.

"Es ist immer etwas Besonderes, in der Heimat zu gewinnen", freute er sich nach der erfolgreichen Titelverteidigung bei tri-mag.de.

Nur vier Minuten musste Halksworth im Ziel auf Bayliss warten, der sich knapp vor Joe Skipper auf den zweiten Platz retten konnte.

Gossage grandios

Knapp neuneinhalb Stunden dauerte die eindrucksvolle Show von Lucy Gossage im Rennen der Frauen.

Nur die letzte davon sei sehr hart gewesen, erklärte die Britin nach ihrem ersten Ironmansieg. Ihre ausnahmslos britischen Mitstreiterinnen degradierte sie an diesem Tag zu Nebendarstellern.

Mehr als eine halbe Stunde schwamm, radelte und lief die Duathlon-Weltmeisterin von 2012 und 2013 im Rennverlauf auf Joanna Carritt und Amy Forshaw heraus.

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