Maik Petzold hat bei der Team-WM 2009 die Bronze-Medaille gewonnen © getty

Dank einer starken Leistung auf dem Rad sichert sich Maik Petzold das London-Ticket. Auch Anne Haug darf bei Olympia starten.

Frankfurt/Madrid - Auf seiner Lieblingsstrecke in Madrid hat Maik Petzold das Ticket für die Olympischen Spiele in London gelöst.

Der 34-Jährige aus Bautzen schaffte beim Rennen der Weltmeisterschaftsserie in Madrid als Sechster des Gesamtklassements die von der Deutschen Triathlon Union (DTU) geforderte Top-Acht-Platzierung. (Newscenter: Alles zum Triathlon).

Nach Peking-Sieger Jan Frodeno und Steffen Justus qualifizierte sich Petzold damit als letzter DTU-Starter für die Sommerspiele.

Haug und Bazlen erreichen Olympia-Norm

Bei den Frauen erfüllten sich in Madrid Anne Haug und Svenja Bazlen mit den Plätzen vier und zwölf den Traum von Olympia 2012.

Anja Dittmer aus Neubrandenburg hatte ihre Qualifikation bereits seit einiger Zeit in der Tasche.

Sieger Brownlee lobt Petzold

Petzold benötigte für 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen insgesamt 1:53:33 Stunden.

"Das ist Wahnsinn. Das war ein perfektes Rennen auf meiner Lieblingsstrecke", sagte der Bautzener und wurde vom britischen Sieger Jonathan Brownlee (1:51:49) wegen seiner starken Leistung auf der Radstrecke gelobt.

Madrid-Trauma überwunden

Petzold, der sich nach Athen 2004 auf seine zweiten Olympischen Spiele freut, hatte sich auf Kurs mit einer neunköpfigen Spitzengruppe deutlich von den Verfolgern absetzen können.

Zweitbester Deutscher in der Endwertung wurde beim dritten Rennen der ITU-Weltmeisterschaftsserie Jonathan Zipf auf Platz zwölf.

Petzold hatte sich ausgerechnet in Madrid vor vier Jahren das Olympia-Ticket für Peking von seinem Teamkollegen Christian Prochnow wegschnappen lassen müssen.

Starke Aufholjagd von Haug

Mit dem Sprung unter die besten 15 erfüllten auch Haug (2:06:43) und Bazlen (2:07:53) die olympischen Nominierungskriterien der DTU.

"Ich kann es überhaupt nicht fassen", sagte Haug und ergänzte: "Das war insgesamt ein sehr anstrengendes Rennen, in dem ich in allen Disziplinen viel arbeiten musste, aber es hat gereicht."

Sportdirektor Wolfgang Thiel war vor allem von Haugs Aufholjagd beeindruckt.

Podest knapp verpasst

"Vor Anne müsste ich schon zwei Hüte ziehen, das war eine sensationelle Leistung", sagte Thiel. Die Münchnerin hatte im Schwimmen mehr als 1:30 Minuten zur Spitze eingebüßt.

Für einen Podestplatz reichte es allerdings nicht mehr ganz. Nur acht Sekunden fehlten ihr am Ende auf die Siegerin Nicola Spirig aus der Schweiz (2:06:35 Stunden).

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