Timo Boll (r.) steht momentan auf Rang sechs der Weltrangliste © getty

Die deutschen Stars Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll dürfen schon ab 2015 auf WM-Gold im Doppel mit einem chinesischen Partner hoffen.

Das Board of Directors des Weltverbandes genehmigte am Freitag bei der Mannschafts-WM in Tokio ab der Einzel-WM 2015 in Suzhou Doppel-Kombinationen mit Spielern aus verschiedenen Nationen.

Boll hatte im Vorjahr bei den China Open mit dem einheimischen Team-Weltmeister Ma Long den Titel im Finale gegen Ovtcharov und Mas Landsmann Yan An gewonnen.

"Das Doppel mit Ma wäre eine Möglichkeit, Titel zu gewinnen. Ma und ich wären eine Paarung, die das schaffen könnte", sagte Boll seinerzeit.

Außer der neuen Doppel-Regel beschloss das höchste ITTF-Gremium in der Diskussion über die Größe von WM-Turnieren erste Begrenzungen.

Demnach können bei Einzel-Turnieren ab 2015 künftig maximal nur noch fünf statt bislang sieben Aktive pro Top-Nation und generell nur noch drei statt bisher fünf Aktive pro Land aufschlagen.

Bei Mannschafts-Turnieren gilt ab der WM 2016 in Kuala Lumpur eine Begrenzung auf jeweils 96 Teilnehmer-Nationen bei Damen und Herren.

In Tokio sind 114 Herren- und 95 Damen-Teams WM-Teilnehmerrekord.

Für den Deutschen Tischtennis-Bund sind angesichts der geplanten Gastgeberrolle für 2017 vor allem die Beschlüsse für die Einzel-Turniere bedeutsam.

DTTB-Chef Thomas Weikert, ab September in Personalunion auch ITTF-Präsident, freute sich grundsätzlich über die Bewegung des Weltverbandes in den wichtigen Fragen:

"Jetzt, wo wir die Konditionen kennen, können wir die Einzel-WM 2017 unter den interessierten Städten in Deutschland ausschreiben. Die Begrenzung auf 96 Mannschaften ist ein Kompromiss zur Deckelung. Es ist eine wichtige Reduzierung, aber aus DTTB-Sicht nicht genug. Die kleinen Nationen sehen das natürlich anders."

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