Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat in der Debatte um die Sportförderung nachgelegt und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erneut scharf attackiert.

Der DOSB habe in seiner Erwiderung "zum eigentlichen Inhalt unseres Briefes leider keine Stellung genommen", hieß es in einer Mitteilung des Verbandes.

Auch den Vorwurf des unfairen Verhaltens, wonach der DTTB zuletzt in den Sitzungen der entsprechenden Gremien seine Position intern nicht vertreten habe, wies der Fachverband energisch zurück.

Der DTTB habe noch während der Olympischen Spiele in London "formell und per Presseerklärung mitgeteilt", dass eine Diskussion über die Kriterien der deutschen Sportförderung notwendig sei.

"Unsere Erwartung, der DOSB werde die Führung der Verbände nach London zu einer Grundsatzdiskussion zusammenrufen, wurde nicht erfüllt", hieß es weiter. Bemühungen des DTTB, seinen Standpunkt intern zur Geltung zu bringen, seien seit zehn Jahren "erfolglos geblieben".

Der DTTB hatte am Dienstag in einem offenen Brief eine grundlegende Änderung der Leistungssportförderung in Deutschland gefordert. Vor allem die Breitensport-Bedeutung einer Sportart solle stärker gewichtet werden.

Zudem müsse es eine Abkehr von der Fokussierung auf Olympia-Ergebnisse geben.

Der Verband hatte seine Forderungen mit "unklaren Prinzipien" und mangelnder Transparenz der derzeitigen Sportförderung begründet. Diesen Vorwurf konkretisierte der DTTB am Donnerstag: "Zwar sind diese Kriterien teilweise offengelegt, aber die Anwendung ist nicht wirklich nachvollziehbar und eine Begründung fehlt."

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