Mit der Forderung nach einer tiefgreifenden Reform der grundsätzlichen Kritierien für Höhe und Verteilung von Fördergeldern hat sich der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) nachdrücklich in die laufende Strukturdebatte des deutschen Sports eingeschaltet.

In einem Brief an führende Sportpolitiker plädieren DTTB-Präsident Thomas Weikert und Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb für eine deutlich stärkere Würdigung des gesellschaftspolitischen Nutzens von Sportarten bei der Förderung durch öffentliche Gelder und eine gleichzeitige Abkehr von der Fokussierung auf Olympia-Ergebnisse als wichtigster Kennziffer bei der Bewertung einer Sportart.

"Das Fördersystem der Zukunft sollte von einem schlüssigeren und um mehr Chancengleichheit bemühten Konzept getragen werden. Ein neues System mit nachvollziehbaren Kriterien sollte die Investition von Steuergelder besser legitimieren, eine Erhöhung der Fördergelder rechtfertigen und den größtmöglichen gesellschaftspolitischen Nutzen für unser Land anstreben", schreiben Weikert und der Sporthilfe-Aufsichtsratsehrenvorsitzende Gäb in ihrem Brief.

Die DTTB-Spitzen begründen ihre Forderung mit "unklaren Prinzipien" und mangelnder Transparenz im derzeitigen Fördersystem. Ansatzpunkte bei den einzelnen Sportarten seien die internationale Konkurrenzsituation, Unterschiede bei der Zahl von Medaillenchancen, die breitensportliche Verankerung und auch die Bedeutung erfolgreicher Athleten für Deutschlands internationales Ansehen.

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