Jeremy Renner (l.) und Edward Norton geben im "Bourne-Vermächtnis" erbitterte Widersacher © getty

Bourne war erst der Anfang: Nachdem das CIA-Programm Treadstone aufgeflogen ist, macht Outcome-Boss Byer Jagd auf Agent Cross.

Aaron Cross ist einer von sechs Superagenten des streng geheimen Regierungsprogramms Outcome.

Als durch Jason Bourne das CIA-Programm Treadstone öffentlich gemacht wird, droht auch Outcome die Enttarnung durch die aufmerksam gewordenen Medien.

In dieser Situation entscheidet sich Byer, Initiator dieser und anderer Programme, alle Agenten und Mitarbeiter von Outcome auszulöschen.

Damit beginnt auch die Treibjagd auf Cross und eine Wissenschaftlerin, die beide auf atemloser Flucht bis nach Manila führt.

Aus der Kino.de-Kritik

Mit einem neuen Superagenten im Visier allmächtiger Geheimdienste öffnet das Erfolgsfranchise ein neues actionreiches Kapitel.

Dass jeder obsolet werden kann, musste bereits Jason Bourne erfahren, erlebt jetzt auch sein populärer Darsteller Matt Damon, der von Jeremy Renner, zuletzt auf Superheldeneinsatz in "Marvel's The Avengers", kongenial ersetzt wird.

An die Stelle des verstockt-effizienten Geheimdienstkillers der Vorgängerfilme lässt Renner einen vergleichbar kompetenten, aber emotionaler und humorvoller wirkenden Mann treten, der auch für seine erworbenen Fähigkeiten kämpft.

Brücke zur Vergangenheit

Tony Gilroy, Drehbuchautor der "Bourne"-Reihe, entwirft mit seinem Bruder Dan ein überschaubar komplexes, geradlinig und glaubwürdig erzähltes Szenario, das die Brücke zur Vergangenheit schlägt, aber das "Bourne"-Universum mit der Einführung neuer Geheimdienstprogramme für weitere Fortsetzungen öffnet.

Im Mittelpunkt steht Aaron Cross, einer von sechs Agenten des streng geheimen Outcome-Programms, die durch biologisch-pharmakologische Eingriffe stärker, widerstandsfähiger und smarter wurden.

Weil der Prozess reversibel ist und Cross wieder auf das bescheidene Intelligenzlevel seiner ursprünglichen Identität zurückfallen könnte, geht es bei ihm auch um die Konservierung seiner mentalen Konstitution, die Überleben in seiner Branche langfristig erst möglich macht.

Fast 30 Minuten blickt der Film zurück, zeigt eine Welt, die parallel zu der Bournes existierte, und Byer (Edward Norton), den Drahtzieher im Hintergrund, der schließlich eine skrupellose Entscheidung trifft, als mit der Enttarnung des Treadstone-Programms am Ende von "Das Bourne Ultimatum" auch die anderen Geheimoperationen von Enthüllung bedroht sind.

Flucht bis nach Manila

Als Byer den Befehl gibt, alle Agenten und Mitarbeiter von Outcome auszulöschen, beginnt die Flucht des neuen Helden mit einer Wissenschaftlerin, die erst in Manila endet.

Konzentriert sich der Anfang fast ausschließlich auf die Einführung der Charaktere und den Aufbau der Bedrohung, folgt auf diese verhaltene Phase, die Spannung aus Misstrauen bezieht, der Actionmodus, werden militärische Drohnen und aggressive Wölfe ausgetrickst, Killer ausgeschaltet und schließlich in Manila ausgedehnte Verfolgungsjagden durch labyrinthisches Häuser- und Straßenchaos inszeniert.

Die vertraute Intensität behält diese Fortsetzung, die erfolgreich Verbindung und Neuororientierung leistet, auch mit dem neuen Regisseur Gilroy bei.

Weisz und Renner runden mit engagierten Darstellungen den Gesamteindruck ab, dass "Das Bourne Vermächtnis" der bisher beste Thriller des Jahres ist.

Genre: Action/ThrillerKinostart: 13. September 2012Verleih: UniversalJahr: 2012Regie: Tony GilroyDarsteller: Jeremy Renner, Rachel Weisz, Edward Norton, Stacy Keach, Oscar Isaac

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