Jonah Hill (r.) erhielt 2012 für seine Rolle in "Moneyball" eine Oscar-Nominierung © getty

Profane Witze, etwas Wertekunde und viel Action-Klamauk: In "The Watch" gründen vier Männer eine Bürgerwehr und bekämpfen Aliens.

Als einer seiner Mitarbeiter grausam ermordet wird, beschließt der gewissenhafte Warenhaus-Manager Evan eine Bürgerwehr zu organisieren.

Lediglich drei Männer melden sich. Die sind jedoch hauptsächlich daran interessiert, Bier zu trinken und sich zu amüsieren.

Doch seine Mitstreiter haben ein jähes Erwachen, als sie einem leibhaftigen Alien begegnen.

Nun liegt es an der allseits verlachten Selbstschutz-Gruppe die Welt vor einer Invasion blutrünstiger Körperfresser zu bewahren.

Aus der Kino.de-Kritik

Starbesetzte Buddykomödie mit Science-Fiction-Einschlag, in der vier Vorstadtbewohner eine Bürgerwehr formen und es unerwartet mit Außerirdischen zu tun bekommen.

Auf "Cowboys Aliens" folgt nun ein weiterer Genre-Mischmasch, der sich salopp als "Comedians Aliens" präsentiert.

Harmonisches Comedy-Quartett

Das gut aufeinander eingespielte Komiker-Kleeblatt bestehend aus Ben Stiller ("Tropic Thunder"), Vince Vaughn ("Trennung mit Hindernissen"), Jonah Hill ("Superbad") und Richard Ayoade (TV-Serie "The IT Crowd") wird von Regisseur Akiva Schaffer ("Hot Rod") mit lockerer Hand inszeniert.

Schaffer kommt seinerseits aus der "Saturday Night Live"-Komikerschmiede, wobei er sowohl als Autor und Regisseur für die TV-Sketch-Serie tätig war. Eine gewisse Improvisation macht sich so auch bei den Dialogen von "The Watch" bemerkbar.

Profane Witze und Familienwerte

Dabei stammt das absurde Komik, profane Sexwitze, routinehafte Actioneinlagen und solide Familienwerte abdeckende Drehbuch aus der Feder von Jared Stern, Evan Goldberg und "Ananas Express"-Schauspieler Seth Rogen.

Sie entwerfen einen allamerikanischen Kleinstadt-Kosmos, dem die vier Potagonisten zu unterschiedlichem Grad entkommen möchten und geben ihnen Gelegenheit, mal so richtig schön auf den Putz zu hauen.

Erst Mord, dann Bürgerwehr

Zum Auftakt wird der Warenhaus-Manager (eine amerikanische Kette erhält so viel Leinwandzeit, dass man meinen möchte sie hätten das gesamte Budget gestellt) Evan (Stiller) als gewissenhafter Mustermensch eingeführt.

Als einer seiner Mitarbeiter ermordet wird, beschließt Evan eine Bürgerwehr zu organisieren.

Lediglich drei Männer melden sich: der von seiner Familie gestresste Bob (Vaughn), der bei seiner Mutter lebende Waffennarr Franklin (Hill) und der geschiedene Brite Jamarcus (Ayoade).

Aliens statt Biertrinken

Sie sind hauptsächlich daran interessiert, Bier zu trinken und sich zu amüsieren, lediglich Evan nimmt die Sache ernst. Doch seine Mitstreiter haben ein jähes Erwachen, als sie einem leibhaftigen Alien begegnen.

Dieser ist nur einer von vielen, und nun liegt es an der allseits verlachten Selbstschutz-Gruppe die Welt vor einer Invasion dieser blutrünstigen Körperfresser zu bewahren.

Das Finale wartet mit erstaunlich viel Action auf und beschleunigt das zuvor etliche Male ins Stottern geratene Tempo dieser Kumpel-Komödie mit R-Rating beträchtlich.

Hangover-Crew im Alienkampf

Insgesamt wirken die verschiedenen Story-Elemente recht beliebig zusammengewürfelt, so als ob die "Hangover"-Crew (hier mit merklich höherem Durchschnittsalter) in ein "Alien"-Szenario hineinstolpert und nebenbei noch Probleme mit Kindererziehung und Eheknatsch bewältigen muss.

Diese Vielfältigkeit wird auch vom Soundtrack reflektiert, der zwischen Poprock, Classic Rock und HipHop pendelt. Ebenfalls etwas unausgewogen ist die Trefferquote der Gags, doch Freunde von ausgelassen rüpelhaften Männer-Mätzchen kommen auf ihre Kosten.

Genre: KomödieKinostart: 06. September 2012Verleih: FoxJahr: 2012Regie: Akiva SchafferDarsteller: Ben Stiller, Vince Vaughn, Jonah Hill, Richard Ayoade, Rosemarie Dewitt

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