Die strahlende Sonne über Istanbul passt zur aktuellen Stimmungslage von Angelique Kerber.

Die dunklen Gewitterwolken von Wimbledon hat die deutsche Nummer eins längst hinter sich gelassen. In jeder Hinsicht.

Gereift und formstark will Kerber ab Dienstag bei dem mit 6,0 Millionen Dollar dotierten WTA-Masters am Bosporus das Feld von hinten aufrollen.

"Ich habe mich als Letzte qualifiziert. Und vielleicht werden die Letzten die Ersten sein", sagte die 25-Jährige und twitterte voller Vorfreude: "Merhaba Istanbul" (Hallo Istanbul).

Lebt der Traum vom Halbfinale? "Ja", sagt Kerber.

Unter Druck setzen möchte sie sich allerdings bewusst nicht und nimmt die Außenseiterrolle bei ihrer zweiten Teilnahme am Saisonabschluss-Turnier der besten Acht gerne an: "Vor drei, vier Wochen hat niemand damit gerechnet, dass ich es noch dorthin schaffe", meinte die Weltranglisten-Zehnte und frischgebackene Linz-Siegerin: "Istanbul ist so etwas wie ein Bonus für mich."

Mit ihrem Turniersieg in Linz vor einer Woche - dem ersten Coup 2013 - sowie der Finalteilnahme in Tokio zuvor hat sie auch gegenüber der Konkurrenz um Topfavortin Serena Williams (USA) ein Ausrufezeichen gesetzt.

Kerber: "Ich hoffe, sie haben wieder ein bisschen mehr Angst vor mir. Selbstbewusst bin ich auf jeden Fall."

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