Die deutsche Nummer eins Angelique Kerber reist voller Selbstvertrauen zu den am Pfingstsonntag beginnenden French Open und liebäugelt mit einem weiteren Coup an der Seine.

"Es wäre ein Traum, am Finalwochenende von Paris noch dabei zu sein. Denn natürlich will jede Spielerin einmal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen oder die Nummer eins der Welt sein", sagte die 24-Jährige.

Die Kielerin hatte am vergangenen Montag als insgesamt siebte Deutsche den Sprung in die Top Ten geschafft. Nach zwei Hallen-Turniersiegen (Paris und Kopenhagen), sechs Halbfinal-Teilnahmen und einer Bilanz von 33:10 Siegen in diesem Jahr präsentierte sich Kerber vor ihrer Abreise nach Paris am Donnerstag angriffslustig. "Ich versuche immer, nach vorne zu gucken und diejenigen einzuholen, die noch vor mir stehen", sagte die Linkshänderin, die 2012 schon sechs Erfolge gegen Top-Ten-Spielerinnen feiern konnte.

Kerber weiß aber auch um die enorm gestiegene Erwartungshaltung. "Der Druck ist natürlich da. Aber ich versuche, das auszublenden. Denn ich weiß, dass ich mich selbst am meisten unter Druck setze, wenn ich mich diesbezüglich von außen beeinflussen lasse. Das habe ich jahrelang gemacht, und es war der falsche Weg", sagte die Weltranglisten-Zehnte, die erstmals als deutsche Nummer eins in ein Grand-Slam-Turnier geht.

Die Perspektiven von Kerber sind glänzend, denn bis zu den US Open Ende August, bei denen sie 2011 sensationell das Halbfinale erreicht hatte, hat sie kaum Punkte zu verteidigen. Im vergangenen Jahr hatte die Kielerin bis zu ihrem Durchbruch in New York elf Erstrunden-Pleiten kassiert.

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