Angelique Kerber ist seit dieser Woche die beste Deutsche in der Weltrangliste © getty

Die deutsche Nummer eins lässt Julia Görges keine Chance und steht im Viertelfinale von Rom. Dort wartet die Wimbledonsiegerin.

München - Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Rom ihren sechsten Halbfinal-Einzug des Jahres gefeiert und damit erstmals den Einzug in die Top 10 der Weltrangliste geschafft.

Die deutsche Nummer eins besiegte bei der mit 2,166 Millionen Dollar dotierten Sandplatzveranstaltung Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien (Nr. 4) mit 7:6 (7:2), 1:6, 6:1 und trifft nun auf die Weltranglistenzweite Maria Scharapowa (Russland).

"Ich bin sehr glücklich, hier das erste Mal im Halbfinale zu stehen", sagte Kerber direkt nach dem Spiel: "Das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl."

Durchhänger im zweiten Satz

Im Duell zweier Linkshänderinnen gab Kerber nach einem starken Auftakt vier Spiele in Serie ab. Die 24-Jährige kämpfte sich jedoch zurück und gewann im Tiebreak den ersten Satz.

Kerber, die im Viertelfinale ihre Fed-Cup-Kollegin Julia Görges (Bad Oldesloe) ausgeschaltet hatte, kam im zweiten Durchgang überhaupt nicht mit dem druckvollen Spiel Kvitovas zurecht.

Bei 0:5 holte die US-Open-Halbfinalistin von 2011 ihren Trainer Torben Beltz an ihre Bank, um sich für den entscheidenden dritten Satz Ratschläge einzuholen.

Revanche für die Pleite von Stuttgart

Dies zeigte Wirkung, Kerber breakte zweimal, nutzte nach 2:17 Stunden ihren ersten Matchball und nahm damit eindrucksvoll Revanche für das verlorene Viertelfinale von Stuttgart vor drei Wochen.

Ihre Gegnerin Scharapowa hatte sich zuvor mit 6:4, 6:3 gegen die siebenmalige Grand-Slam-Gewinnerin Venus Williams (USA) durchgesetzt (DATENCENTER: Die Ergebnisse aus Rom).

Im Februar in Paris hatte sich Kerber im letzten Duell in Paris in zwei Sätzen gegen Scharapowa durchgesetzt.

Li trifft auf Serena Williams

Das zweite Halbfinale bei den Damen bestreiten French-Open-Gewinnerin Li Na (China/Nr. 8) und Serena Williams (USA/Nr. 9).

Li siegte 6:1, 7:6 (7:4) gegen Dominika Cibulkova (Slowakei/Nr. 14), Madrid-Siegerin Williams profitierte von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Kontrahentin Flavia Pennetta (Italien).

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