Angelique Kerber ist seit dieser Woche die beste Deutsche in der Weltrangliste © getty

Die deutsche Nummer eins lässt Julia Görges keine Chance und steht im Viertelfinale von Rom. Dort wartet die Wimbledonsiegerin.

Frankfurt - Angelique Kerber hat mit einem Prestigesieg ihren Status als deutsche Nummer eins untermauert und weckt rund anderthalb Wochen vor den French Open große Hoffnungen.

Die Linkshänder aus Kiel zog durch ein klares 6:4, 6:1 gegen Julia Görges ins Viertelfinale des Turniers in Rom ein.

Dort trifft die Weltranglistenelfte am Freitag auf Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 4), an der sie vor drei Wochen im Viertelfinale von Stuttgart gescheitert war.

Mit einem Sieg könnte Kerber erstmals die Top Ten knacken (Bericht: Kerber ist Deutschlands Nummer 1).

Kerber nutzt Breakchancen

Kerber, seit Montag die neue deutsche Nummer eins, verwandelte in einer recht einseitigen Partie gegen ihre Fed-Cup-Kollegin Görges nach 70 Minuten den ersten Matchball.

Vor allen Dingen beim Ausnutzen von Breakchancen zeigte sich die US-Open-Halbfinalistin von 2011 eiskalt:

Kerber verwertete sechs von neun Möglichkeiten und rückt den Top Ten nach ihrem 32. Sieg im 41. Match in diesem Jahr immer näher.

Sechstes Halbfinale 2012 winkt

In dieser Saison hat "Angie" bereits die Turniere in Paris und Kopenhagen gewonnen und zählt damit zu den fünf erfolgreichsten Spielerinnen 2012 (DATENCENTER: Die Ergebnisse aus Rom).

Fünf Halbfinal-Teilnahmen stehen seit Januar bereits für Kerber zu Buche, die nach einem grottenschlechten Start 2011 sogar kurz mit einem Karriereende geliebäugelt hatte.

Verwirrung um Asarenka

Für Verwirrung sorgte in der ewigen Stadt die Weltranglistenerste Viktoria Asarenka.

Die Weißrussin zog zunächst durch ein müheloses 6:1, 6:2 gegen Shahar Peer (Israel) ins Achtelfinale ein - und stieg dann völlig überraschend aus dem Turnier aus.

Als Begründung gab Asarenka, die bereits im vergangenen Jahr in Rom im Viertelfinale verletzt aufgegeben hatte, eine Blessur an der rechten Schulter an.

Die Australian-Open-Siegerin wollte anscheinend vor den in knapp anderthalb Wochen beginnenden French Open (ab 27. Mai) kein Risiko eingehen.

Lange Liste an Verletzungen

"Queen Viktoria" möchte in Roland Garros ihr zweites Grand-Slam-Turnier gewinnen und ihren Status als Nummer eins untermauern.

Verletzungen hatten Stuttgart-Finalistin Asarenka, die in diesem Jahr bereits vier Titel gewonnen hat, in ihrer Karriere immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Allein in der vergangenen Saison hatte sie fünfmal vorzeitig aufgeben müssen oder war gar nicht erst angetreten.

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