Andrea Petkovic setzte sich gegen Kristina Mladenovic durch © getty

Nach einem Kraftakt steht Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic zum zweiten Mal nach 2011 im Achtelfinale der French Open.

Die Weltranglisten-27. setzte sich in ihrem Drittrundenspiel mit 6:4, 4:6, 6:4 gegen die ungesetzte Kristina Mladenovic (Frankreich) durch und folgte Angelique Kerber (Kiel/Nr. 8) in die Runde der letzten 16.

Nach 2:21 Stunden verwandelte die Charleston-Siegerin Petkovic ihren zweiten Matchball gegen die Nummer 103 des WTA-Rankings.

In der Partie um den Sprung ins Viertelfinale trifft die 26-Jährige am Montag auf Qualifikantin Kiki Bertens aus den Niederlanden (WTA-Nr. 148), die Silvia Soler-Espinosa (Spanien) beim 6:2, 6:1 kaum eine Chance ließ.

"Ich kenne Kiki überhaupt nicht, habe weder gegen sie gespielt, noch habe ich sie oft spielen sehen", sagte Petkovic bei "Eurosport": "Ich muss jetzt erstmals körperlich wieder auf den Damm kommen. Im Turnierverlauf hat man gesehen: Wenn man nicht bei 100 Prozent ist, dann wird es gegen jede Gegnerin schwierig."

Für die in den letzten Jahren vom Verletzungspech verfolgte Petkovic ist es der erste Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier seit September 2012 (US Open).

Vor drei Jahren war sie im Viertelfinale von Paris an Maria Scharapowa (Russland) gescheitert. Am Freitag hatte die deutsche Nummer eins Kerber durch ein 7:5, 6:3 gegen Daniela Hantuchova (Slowakei) die Runde der letzten 16 erreicht.

Am Samstagabend stand auch noch das Match von Philipp Kohlschreiber (Nr. 28) gegen den britischen Wimbledonsieger Andy Murray auf dem Programm.

Alle anderen Deutschen waren vorzeitig gescheitert.

Petkovic begann auf dem zunächst nur halb gefüllten Court Philippe Chatrier (Kapazität: 14.911 Zuschauer) mit einem Doppelfehler und gab gleich ihr erstes Aufschlagspiel ab.

Doch die ehemalige Nummer neun der Welt steigerte sich, wurde konstanter und gewann nach einem 3:4-Rückstand drei Spiele in Folge.

Beim ersten Satzball nach 43 Minuten profitierte "Petko" vom fünften Doppelfehler der Französin.

Mladenovic forcierte nun den Druck und zwang Petkovic zu Fehlern.

Angefeuert vom heimischen Publikum nahm die Lokalmatadorin der deutschen Nummer drei gleich zweimal das Service ab und ging mit 4:1 in Führung.

Zwar konnte Petkovic noch einmal verkürzen, doch mit einer Vorhand verwandelte Mladenovic ihren ersten Satzball.

Im entscheidenden Durchgang gelang der Hessin dann das Break zum 5:3.

Zwar musste Petkovic noch kurz zittern, doch nervenstark holte sie die entscheidenden Punkte.

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