Für Sabine Lisicki sind die French Open nach einem Sturz auf die Hand beendet © getty

Ein Sturz und wieder viele Tränen: Sabine Lisicki hat bei den French Open in Paris den nächsten Rückschlag kassiert und muss bereits nach der zweiten Runde abreisen. Die Weltranglisten-17. gab ihr Match gegen Landsfrau Mona Barthel beim Stand von 1:6, 0:3 und 0:30 wegen einer Handgelenkverletzung auf.

Nach dem ersten verlorenen Spiel im Auftaktsatz und 15:15 war Wimbledon-Finalistin Lisicki nach einem Vorhandschlag ins Straucheln geraten und bei dem folgenden Sturz am Spielfeldrand auf die rechte Schlaghand geknallt.

"Ich bin hängengeblieben und mit der Hand auf den Beton gefallen. Dann ist noch mein Körper draufgefallen. Schlimmer geht es nicht mehr", sagte die Berlinerin und weinte in der Pressekonferenz hemmungslos: "Ich konnte den Schläger nicht mehr halten und weder Aufschlag noch Vorhand richtig spielen. Es tut unglaublich weh."

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23Lisicki"]

Eine Untersuchung soll klären, ob ihr Start bei ihrem Lieblingsturnier in Wimbledon in knapp vier Wochen in Gefahr ist.

Die gerade erst von einer Grippe genesene Lisicki wurde nach ihrem Ausrutscher mehrere Minuten behandelt, konnte aber zunächst mit einem Tapeverband am Handgelenk weiterspielen. "Ich wollte es so sehr. Ich bin noch nie in meinem Leben auf die Hand gefallen", schluchzte sie.

Allerdings war der Fed-Cup-Spielerin das Handicap deutlich anzumerken. Zeitweise kamen nur 24 Prozent ihrer ersten Aufschläge.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23RG14"]

Damit halten Pechsträhne und Krise von Lisicki weiter an. Zuvor hatte sie schon zweimal in dieser Saison ein Match absagen müssen. Acht Siegen stehen 2014 sieben Niederlagen gegenüber.

Bei 17 Turnieren nach dem unvollendeten Sommermärchen in Wimbledon waren Lisicki im Einzel lediglich beim Halbfinaleinzug in Luxemburg im Oktober 2013 einmal drei Erfolge in Serie geglückt.

Die Weltranglisten-74. Barthel trifft im Match um den Einzug ins Achtelfinale am Freitag entweder auf Jaroslawa Schwedowa (Kasachstan) oder Pauline Parmentier (Frankreich).

Das Duell dieser Beiden musste am Mittwochabend beim Stand von 1:6, 6:3, 2:1 für Parmentier wegen Dunkelheit abgebrochen werden und wird am Donnerstag fortgesetzt.

Damit stehen bislang zwei deutsche Profis in der dritten Runde. Am Mittwoch gewann auch die deutsche Nummer eins Angelique Kerber (Kiel/Nr. 8) ihr Match gegen Varvara Lepchenko (USA) mit 6:2, 7:5 und wehrte dabei im zweiten Durchgang vier Satzbälle ab. Nächste Gegnerin der Weltranglistenneunten Kerber ist Daniela Hantuchova aus der Slowakei.

Kerber nähert sich langsam wieder ihrer Bestform. "Ich wusste, dass es gegen Lepchenko schwer wird. Aber dann kam mein alter Kampfgeist wieder, der hat mir Kraft gegeben", sagte die Linkshänderin.

In den Tagen von Roland Garros scheint die 26-Jährige die Leichtigkeit wiederzufinden, die ihr in den vergangenen Wochen abhanden gekommen war. "Ich bin jetzt wieder entspannter und habe wieder Spaß in den Spielen", erklärte "Angie", die 2012 im Viertelfinale von Paris gestanden hatte.

Ausgeschieden ist dagegen Julia Görges. Die Fed-Cup-Spielerin unterlag Nürnberg-Siegerin Eugenie Bouchard (Kanada/Nr. 18) mit 6:2, 2:6, 1:6.

Auch Davis-Cup-Spieler Tobias Kamke stand im Duell mit dem 1,98-m-Riesen Marin Cilic auf verlorenem Posten. Gegen den Kroaten verlor der Lübecker mit 3:6, 6: 3, 3:6, 0:6 und verpasste so ein Duell mit Becker-Schützling Novak Djokovic (Serbien/Nr. 2).

Weiterlesen