Wimbledonsiegerin Marion Bartoli hat ihren überraschenden Rücktritt von der Tennis-Bühne bislang nicht bereut.

Völlig ausschließen wollte die 28-jährige Französin ein Comeback allerdings nicht. "Man weiß nie, was passiert. Ich stehe immer noch in der Weltrangliste. Es ist schwer zu sagen, dass ich niemals zurückkommen werde", meinte Bartoli am Rande der am Montag beginnenden US Open in New York (bis 9. September).

Vor knapp zwei Wochen hatte sie nach ihrer 6:3, 4:6, 1:6-Niederlage gegen die Rumänin Simona Halep in der zweiten Runde des WTA-Turniers in Cincinnati/Ohio ihre Karriere völlig überraschend für beendet erklärt. "Ich hatte im Tennis die Chance, meine größten Träume zu verwirklichen. Aber mein Körper schafft es einfach nicht mehr", hatte Bartoli damals gesagt.

Knapp sechs Wochen zuvor hatte sie im Finale von Wimbledon Sabine Lisicki (Berlin) in zwei Sätzen besiegt und ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt. Bartoli, die einen IQ von 175 haben soll, hatte ihre Profikarriere im Jahr 2000 gestartet. In ihrer Laufbahn spielte die Rechtshänderin mehr als 11 Millionen Dollar (8,3 Millionen Euro) Preisgeld ein.

Derzeit wird Bartoli im Ranking weiter an Position sieben geführt. Doch "Madame Einstein" genießt offenbar ihr neues Leben als Tennis-Rentnerin. "Ich bereue nichts, weil ich als Spielerin immer 100 Prozent gegeben habe", sagte Bartoli, die bei den US Open als TV-Kommentatorin arbeiten wird.

"Momentan genieße ich so viele Dinge, für die ich als Profi gar keine Zeit hatte." Beliebtestes Accessoire der eigensinnigen Französin im Big Apple: Schwarze High Heels.

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