Das größte Tennis-Stadion der Welt bekommt nach jahrelangen Diskussionen endlich ein Dach.

Wie der amerikanische Tennis-Verband USTA in New York mitteilte, soll das 22.500 Zuschauer fassende Arthur-Ashe-Stadium bis 2017 mit einer 100 Millionen Dollar teuren, einfahrbaren Dachkonstruktion versehen werden.

Die Bauarbeiten, die bis 2018 zudem die Errichtung zweier weiterer Stadien auf dem Gelände vorsehen, sollen nach den diesjährigen US Open (26. August bis 9. September) beginnen.

Durch den Ausbau soll das fast schon obligatorische Termin-Chaos beim letzten Grand Slam des Jahres bald der Vergangenheit angehören.

"Wir arbeiten seit mehr als einem Jahrzehnt daran, ein realisierbares Dach für das Arthur-Ashe-Stadium zu finden. Nach einem langen und beschwerlichen Weg sind wir der Überzeugung, ein Design gefunden zu haben, das den architektonischen, ästhetischen und finanziellen Ansprüchen gerecht wird", sagte USTA-Präsident Dace Haggerty.

Die US Open erhalten damit als letztes der vier Grand-Slam-Turniere eine Überdachung.

Wegen Regens hatte das Männer-Finale von Flushing Meadows zuletzt fünfmal in Folge von Sonntag auf Montag verlegt werden müssen. Profis und Zuschauer hatten über das Terminchaos geklagt.

Während es bei den Australian Open und in Wimbledon inzwischen Dachkonstruktionen gibt und die French Open diesbezüglich bis 2017 aufrüsten, hatte sich der US-Verband schwer mit der Zustimmung für ein Dach getan.

Die Gesamtkosten der nun verabschiedeten Umbaumaßnahmen der Anlage im New Yorker Stadtteil Queens belaufen sich auf rund 550 Millionen Dollar.

In den vergangenen zehn Jahren hatte die USTA vier Modelle abgelehnt. Neben den hohen Kosten für das Schiebedach gab es wohl auch logistische Schwierigkeiten. So soll der Untergrund, auf dem das Arthur-Ashe-Stadium steht, nicht stabil genug für zusätzliches Gewicht sein.

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