Nach jahrelangen Diskussionen bekommt das größte Tennis-Stadion der Welt endlich ein Dach: Das 22. 500 Zuschauer fassende Arthur-Ashe-Stadium soll in den nächsten Jahren mit einem Schiebedach ausgestattet werden, damit das fast schon obligatorische Termin-Chaos bei den US Open bald der Vergangenheit angehört.

Wie der amerikanische Tennis-Verband USTA am Mittwoch mitteilte, soll am Donnerstagmittag (Ortszeit) in Manhattan eine Pressekonferenz zum Thema "einfahrbares Dach" stattfinden.

Weitere Details sind noch nicht bekannt. Damit ist bestätigt, dass die US Open als letztes der vier Grand-Slam-Turniere eine Überdachung bekommen.

Wegen Regens hatte das Männer-Finale von Flushing Meadows zuletzt fünfmal in Folge von Sonntag auf Montag verlegt werden müssen. Profis und Zuschauer hatten über das Terminchaos geklagt.

Während es bei den Australian Open und in Wimbledon inzwischen Dachkonstruktionen gibt und die French Open diesbezüglich bis 2017 aufrüsten, hatte sich der US-Verband schwer mit der Zustimmung für ein Dach getan.

Zwar war geplant, die Anlage im New Yorker Stadtteil Queens für rund 500 Millionen Dollar umzubauen - eine Abdeckung war aber aus Kostengründen bislang nicht vorgesehen.

In den vergangenen zehn Jahren hatte die USTA vier Modelle abgelehnt. Neben den hohen Kosten für das Schiebedach gibt es wohl auch logistische Schwierigkeiten.

So soll der Untergrund, auf dem das Arthur-Ashe-Stadium steht, nicht stabil genug für zusätzliches Gewicht sein.

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