So früh ist Wawrinka in Paris seit 2006 nicht mehr ausgeschieden. Die Bilder zum DURCHKLCKEN. © getty

Wawrinka scheitert in Paris überraschend früh. Unter den Augen von Coach Becker zieht Djokovic locker in Runde zwei ein.

Paris - Die French Open (täglich ab 11 Uhr im LIVE-TICKER) haben schon am zweiten Tag ihre erste große Überraschung.

Melbourne-Gewinner Stan Wawrinka aus der Schweiz musste sich bereits in der ersten Runde von Paris dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez mit 4:6, 7:5, 2:6, 0:6 geschlagen geben.

Es war das früheste Ausscheiden des letztjährigen Viertelfinalisten Wawrinka in Roland Garros seit acht Jahren.

Titel in Monte Carlo

Mit seinem Titelgewinn beim Sandplatzturnier in Monte Carlo im April hatte der 29-Jährige die Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden beim zweiten Grand-Slam-Event des Jahres genährt.

Wawrinka hatte im Januar den Titel bei den Australian Open durch einen Finalsieg gegen den Weltranglistenersten Rafael Nadal (Spanien) geholt und sein erstes Major gewonnen. Derzeit steht der Rechtshänder im Ranking auf Position drei.

Nicht einmal zwei Stunden

Dagegen durfte Boris Becker jubeln. Sein Schützling Novak Djokovic machte beim 6:1, 6:2, 6:4 in der ersten Runde gegen Joao Sousa (Portugal) kurzen Prozess. Der Weltranglistenzweite aus Serbien, dem unter anderem neun Asse gelangen, benötigte 1:50 Stunden für seinen ungefährdeten Erfolg.

In der Box auf dem Court Philippe Chatrier spendete Becker immer wieder Applaus und zeigte nach dem verwandelten Matchball von Djokovic die berühmte Faust.

Der Triumph in Roland Garros fehlt Djokovic noch in seinem Grand-Slam-Portfolio. "Ich gebe nicht auf, an meine Chance zu glauben", sagte der sechsmalige Major-Gewinner, während Becker betonte: "Das Ziel ist es, die French Open zu gewinnen. Da braucht man nicht um den heißen Brei reden."

Unglaubliche Bilanz

Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Im Finale von Rom hatte Djokovic zuletzt Sandplatzkönig Rafael Nadal (Spanien/Nr. 1) auf dessen Lieblingsbelag besiegt. Jenen Nadal, der bei den French Open mit acht Titeln in den vergangenen neun Jahren Rekordsieger ist und in Paris nur eins seiner insgesamt 61 Matches verloren hat.

Bei seinem ersten Auftritt überzeugte Nadal und gab beim 6:0, 6:3, 6:0 gegen den Amerikaner Robby Ginepri nur drei Spiele ab. Für Missstimmung im "Rafa"-Lager hatte es gesorgt, dass der Titelverteidiger nicht auf dem Centre Court, sondern nur auf dem zweitgrößten Court Suzanne Lenglen antreten durfte.

Zuvor hatte als erster Top-Ten-Profi nach der ersten Runde schon Kei Nishikori seine Koffer packen müssen. Der an einer Wadenverletzung laborierende Weltranglistenzehnte aus Japan unterlag überraschend München-Sieger Martin Klizan (Slowakei) mit 6:7 (4:7), 1:6, 2:6.

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Nur Kamke weiter

Davis-Cup-Spieler Tobias Kamke aus Lübeck überzeugte beim 7:6 (7:2), 7:6 (7:1) gegen Miloslav Mecir (Slowakei). Der Kroate Marin Cilic wird nun wohl eine härtere Nuss.

Dagegen sind Andreas Beck und Benjamin Becker bereits ausgeschieden. Der Stuttgarter Beck verlor gegen den Italiener Fabio Fognini glatt mit 4:6, 4:6 und 1:6.

Becker holte gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien einen 0:2-Satzrückstand auf, musste sich dann aber noch mit 2:6, 4:6, 6:3, 6:4 und 2:6 geschlagen geben.

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