Dinah Pfizenmaier hat noch keinen WTA-Titel gewonnen
Dinah Pfizenmaier trifft bei den US-Open auf Viktoria Asarenka © getty

Die deutschen Profis können mit der Auslosung für die US Open zufrieden sein. Nur Dinah Pfizenmaier ist kaum zu beneiden.

New York/München - Die Titelverteidiger Serena Williams und Andy Murray haben den deutschen Tennisprofis machbare Aufaktlose für die am Montag beginnenden US Open in New York (bis 9. September) beschert.

Die vermeintliche leichteste Aufgabe muss demnach wohl Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki lösen.

Die Berlinerin trifft in der ersten Runde des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres auf eine Qualifikantin.

"Sabine hat zwar wenig Matchpraxis auf Hartplatz. Aber ich habe das Gefühl, dass sie ein starkes Turnier spielen wird. Sie wird sich reinkämpfen auf der Bühne New York", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

Haas vor machbarer Aufgabe

Der an Position zwölf gesetzte Tommy Haas (35) bekommt es in einem Ü-30-Duell zunächst mit dem Franzosen Paul-Henri Mathieu (31) zu tun, der gegen den gebürtigen Hamburger eine 2:0-Siegbilanz hat. Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings schon acht Jahre zurück.

Ein Hammerlos erwischte Dinah Pfizenmaier bei ihrer Hauptfeld-Premiere in Flushing Meadows.

Die 21-Jährige trifft in ihrem Auftaktmatch auf Australian-Open-Siegerin Viktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 2), die im vergangenen Jahr das Endspiel gegen Serena Williams (USA/Nr.1) verloren hatte.

"Dinah soll da rausgehen und alles genießen", meinte Rittner.

Trifft Kerber später auf Radwanska?

Pfizenmaier hatte bei den French Open Ende Mai den Einzug ins Achtelfinale durch eine Niederlage gegen die Weltranglistenvierte Agnieszka Radwanska (Polen) verpasst, sich aber gut verkauft.

Die deutsche Nummer eins Angelique Kerber (Kiel), im Big Apple an Nummer acht gesetzt, könnte im Viertelfinale auf die topgesetzte Serena Williams treffen.

Zunächst wartet aber die Tschechin Lucie Hradecka auf die 25-Jährige aus Kiel.

Bei Becker-Sieg wartet Djokovic

Die wiedererstarkte Andrea Petkovic ist gegen Bojana Jovanovski (Serbien) ebenso Favoritin wie die zuletzt formschwache Julia Görges (Bad Oldesloe) gegen die Amerikanerin Christina McHale.

Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 22) spielt zunächst gegen Collin Altamirano (USA).

Sollte Routinier Benjamin Becker (Orscholz) seine Erstrundenpartie gegen Lukas Rosol (Tschechien) gewinnen, würde wohl der topgesetzte Serbe Novak Djokovic warten.

Keine Neuauflage vom Finale

Im Hauptfeld stehen bislang 14 deutsche Profis - sieben Männer und sieben Frauen.

In der Qualifikation haben weitere sechs Akteure die Chance auf den Einzug in das Tableau.

Zu einer Neuauflage des letztjährigen Männer-Finals zwischen Titelverteidiger Murray (Großbritannien) und dem Weltranglistenersten Djokovic kann es nicht kommen, da beide bereits im Halbfinale aufeinandertreffen würden.

Federer im Viertelfinale gegen Nadal?

Da Roger Federer (Schweiz) diesmal nur an Nummer sieben gesetzt ist, könnte der Grand-Slam-Rekordsieger, der die US Open zwischen 2004 und 2008 fünfmal in Folge gewann, bereits im Viertelfinale gegen seinen Rivalen Rafael Nadal spielen.

Noch nie zuvor war es bereits in der Runde der letzten Acht bei einem Major zu diesem Duell der Giganten gekommen.

Der Spanier hatte zuletzt die Turniere in Montreal und Cincinatti gewonnen und ist dieses Jahr auf Hartplatz noch unbesiegt.

Letztmals war Federer in New York 2002 schlechter gesetzt (Nr. 13).

Das Preisgeld steigt

Bei den diesjährigen US Open wird es indes einen Preisgeldrekord geben: Das vierte Grand-Slam-Turnier der Saison schüttet 2013 insgesamt 34,3 Millionen Dollar (25,8 Millionen Euro) aus.

Damit steigt das Preisgeld bei der Hartplatz-Veranstaltung um 37 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatten die Profis in Flushing Meadows insgesamt 25,5 Millionen Dollar (19,2 Millionen Euro) verdient.

2017 gibt es 50 Millionen Dollar

Unter den vier Major-Turnieren nimmt das Turnier im Big Apple allerdings nicht Platz eins ein.

In Wimbledon bekamen die Akteure vor knapp zwei Monaten insgesamt 26,4 Millionen Euro ausbezahlt.

Bis 2017 sollen in New York allerdings 50 Millionen Dollar (37,6 Millionen Euro) ausgeschüttet werden.

Die Preisgelder bei den vier bedeutendsten Turnieren der Saison stiegen alleine in diesem Jahr um 20 Millionen Euro auf knapp 100 Millionen Euro.

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