Maria Scharapowa gewann 2006 die US Open in New York © imago

Die Russin ringt im Viertelfinale der US Open die Französin Bartoli nieder. Del Potro beendet die Karriere von Roddick.

New York - Maria Scharapowa wird bei den US Open in New York (täglich im LIVE-TICKER) immer mehr zur Drama Queen.

Die an Position drei gesetzte Russin holte erneut einen Satzrückstand auf und zog durch ein 3:6, 6:3, 6:4 gegen die Französin Marion Bartoli ins Halbfinale von Flushing Meadows ein. Dort wartet die topgesetzte Weißrussin Viktoria Asarenka.

Es war Scharapowas zwölfter Erfolg im zwölften Dreisatzmatch des Jahres.

"Ich bin so glücklich, endlich Mal wieder im Halbfinale von New York zu stehen", sagte die Turniersiegerin von 2006, die seit diesem Triumph nie mehr über das Achtelfinale im Big Apple hinausgekommen war.

Djokovic-Gegner gibt auf

Bei den Herren ist Titelverteidiger Novak Djokovic mit Kurzarbeit ins Viertelfinale eingezogen (DATENCENTER: Ergebnisse der Herren).

Der an Position zwei gesetzte Serbe profitierte dabei allerdings von der Aufgabe seines Kontrahenten Stanislas Wawrinka nach 91 Minuten. Der Schweizer gab beim Stand von 6:4, 6:1, 3:1 aus Sicht von Djokovic wegen Unwohlseins auf.

Djoker winkt Millionen-Jackpot

Djokovic ist damit auch dem 2,9-Millionen-Dollar-Jackpot einen Schritt näher gekommen.

Weil er die US-Open-Series im Vorfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres gewonnen hat, könnte der 25-Jährige zusätzlich zur Flushing-Meadows-Siegprämie (1,9 Millionen Dollar) einen Bonus von einer Million Dollar kassieren.

Del Potro wirft Roddick raus

Juan Martin del Potro beendete indes mit seinem Sieg über Andy Roddick im Achtelfinale dessen Karriereende.

Der an Nummer sieben gesetzte Argentinier gewann gegen den US-Amerikaner mit 6:7, 7:6, 6:2, 6:4 und trifft nun auf Djokovic.

Roddick, der sein Karrierende während des Turniers ankündigte, ging sein Abschied von der ATP-Tour sichtlich nahe. Schon gegen Ende des vierten Satzes kämpfte der 30-Jährige mit den Tränen.

Nach Spielende wurde der US Open-Sieger von 2003 frenetisch von den Zuschauern im Arthur Ashe Stadium gefeiert und mit Standing Ovations verabschiedet.

Regenpause hilft Scharapowa

Wie eine Runde zuvor gegen ihre Landsfrau Nadia Petrowa kam French-Open-Siegerin Scharapowa auch diesmal der Regengott zu Hilfe.

Die Partie gegen die Weltranglistenelfte Bartoli war am Dienstagabend wegen der schlechten Witterung bei Stand von 0:4 aus Sicht der Russin auf Mittwoch verschoben worden.

Zwar verlor die 25-jährige Scharapowa bei der Fortsetzung den ersten Satz, sie war im Arthur-Ashe-Stadium aber wesentlich besser drauf als am Vortag.

Im Halbfinale trifft Scharapowa am Freitag auf Asarenka. Die Weißrussin hatte sich bereits am Dienstag durch ein 6:1, 4:6, 7:6 (7:5) gegen Titelverteidigerin Samantha Stosur (Australien) für die Runde der letzten Vier qualifiziert ( 605470 DIASHOW: Die zweite Woche der US Open ).

Errani bezwingt Vinci

Am Mittwoch schaffte auch Sara Errani den Sprung is Halbfinale. Sie gewann das italienische Duell gegen ihre Doppelpartnerin Roberta Vinci mit 6:2, 6:4 (DATENCENTER: Ergebnisse der Damen).

Die French-Open-Finalistin Errani trifft in der Runde der letzten Vier am Freitag auf die Siegerin der Partie zwischen Wimbledonsiegerin Serena Williams (USA/Nr. 4) und Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 12).

Erste Italienerin im Halbfinale

Bereits vor dem Match zwischen Errani (25) und Vinci (29) war klar, dass die Siegerin des Spiels im Louis-Armstrong-Stadium der erste italienische Profi überhaupt sein würde, der das Halbfinale von Flushing Meadows erreicht.

Die besten Freundinnen, die in diesem Jahr auch das bislang erfolgreichste Doppel bilden, traten als Zeichen ihrer Verbundenheit in identischen Outfits an.

Letztlich war Errani die solidere Spielerin. Sie leistete sich unter anderem nur 15 leichte Fehler - Vinci mehr als doppelt so viele (37).

Die Coaches der beiden umarmten sich nach dem Match herzlich auf der Tribüne.

Errani in der Form ihres Lebens

Die nur 1,64 Meter große Errani spielt ihre bislang beste Saison und hat in dieser Saison bereits die Turniere in Barcelona, Budapest, Palermo und Acapulco gewonnen.

Das Erreichen des Finals von Roland Garros im Juni in Paris war der bislang größte Erfolg der Rechtshänderin aus Bologna. Das Endspiel verlor sie damals gegen Scharapowa.

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