Serena Williams scheiterte 2010 bei den French Open im Viertelfinale © getty

Williams ist in Runde 1 von Paris schon fast durch, wirft das Match aber noch weg. Nadal und Scharapowa erteilen Lehrstunden.

Paris/München - Die French Open in Paris (täglich im LIVE-TICKER) haben ihre erste Sensation.

Serena Williams aus den USA, Siegerin von 2002 und mit 13 Grand-Slam-Titeln erfolgreichste Spielerin im Teilnehmerfeld, ist nach einem dramatischen Match ausgeschieden.

Die Fünfte der Tennis-Weltrangliste unterlag der Französin Virginie Razzano 6:4, 6: 7 (5:7), 3:6. Unter dem Jubel der Zuschauer auf dem Center Court verwandelte die Weltranglisten-111. ihren achten Matchball nach 3:03 Stunden.

Im Gegensatz zu Williams gaben sich die Favoriten Rafael Nadal und Maria Scharapowa keine Blöße und zogen mit einer Demonstration in die zweite Runde ein. 565364 (DIASHOW: Die Bilder der French Open)

Erste Pleite nach 17 Siegen

Williams war als eine der Top-Favoritinnen nach Roland Garros gereist, nachdem sie das Vorbereitungsturnier in Madrid souverän gewonnen und die letzten 17 Spiele auf Sand nicht verloren hatte.

Das Halbfinale von Rom hatte Williams allerdings wegen einer Rückenverletzung aufgeben müssen. (DATENCENTER: Ergebnisse Damen)

Für die 30-Jährige war es die erste Niederlage zum Auftakt eines Grand-Slam-Turniers bei ihrer 47. Major-Teilnahme, trotzdem wirkte sie nach dem Match gefasst: "Für diese Niederlage gibt es keine Entschuldigung. Ich war 100-prozentig gesund."

Zwei Punkte fehlen Williams

Im zweiten Durchgang hatte Williams im Tie-Break bereits 5:1 geführt und war nur zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt, doch die 29-jährige Razzano kämpfte sich auf dem Court Philippe Chatrier wieder heran.

Im entscheidenden Durchgang trugen die Zuschauer die Außenseiterin, die sich mit einer Oberschenkelverletzung und Tränen in den Augen von Ballwechsel zu Ballwechsel schleppte, zum Sieg.

"Ich wusste, heute gibt es keine Limits für mich. Ich wollte diesen Sieg unbedingt", sagte Razzano, die in der dritten Runde auf Julia Görges (Nr. 25) treffen könnte.

Razzano hatte im vergangenen Jahr acht Tage nach dem Tod ihres Verlobten bei den French Open gespielt und in der ersten Runde klar verloren.

Nadal erteilt Lehrstunde

Nadal nahm die erste Hürde auf dem Weg zu seinem siebten Titelgewinn in Paris dagegen problemlos

Der Spanier ließ dem Italiener Simone Bolelli beim 6:2, 6:2, 6:1 keine Chance und feierte damit den 150. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier in seiner Karriere.

Nadal ist auf dem Weg, sich im Stade Roland Garros zum alleinigen Rekordhalter zu krönen und damit den Schweden Björn Borg, der ebenfalls sechs Titel gewann, hinter sich zu lassen.

Nur ein Fleck auf der Weißen Weste

Von seinen 47 Matches beim größten Sandplatzturnier der Welt hat Nadal nun 46 gewonnen. (Datencenter: Ergebnisse Herren)

Die einzige Niederlage bei den French Open kassierte der zehnmalige Grand-Slam-Sieger vor drei Jahren im Viertelfinale gegen Robin Söderling (Schweden).

Der Sieg beim mit 17,2 Millionen Euro dotierten Turnier wäre Nadals 50. Erfolg auf der ATP-Tour.

Scharapowa ohne Mitleid

Mitfavoritin Scharapowa zog im Eiltempo in die zweite Runde ein.

Die Nummer zwei der Tennis-Weltrangliste besiegte Alexandra Cadantu aus Rumänien in nur 48 Minuten 6:0, 6:0.

Die 25-jährige Russin machte 51 der 69 gespielten Punkte und schenkte ihrer bemitleidenswerten Gegnerin dabei sogar noch vier Punkte durch Doppelfehler.

Graf-Rekord besteht

Allerdings war Scharapowa immer noch 16 Minuten langsamer als Steffi Graf.

Die Deutsche hatte für das 6:0, 6:0 im French-Open-Finale 1988 gegen Natascha Zwerewa gerade mal 32 Minuten gebraucht.

Weiterlesen