Philipp Kohlschreiber kam dieses Jahr bei den Australian Open ins Achtelfinale © getty

Kohlschreiber zieht bei den French Open in Runde 2 ein. Haas ist kurz davor. Petzschner blamiert sich, Kamke kriegt eine Lektion

Paris - Viele lange Gesichter, wenige Lichtblicke.

Das Feld der deutschen Herren bei den French Open in Paris (täglich im LIVE-TICKER) dünnt sich nach und nach aus.

Am zweiten Turniertag kam nur die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber (Nr. 32) weiter, Tommy Haas lag aussichtsreich in Front, wurde aber von der aufkommenden Dunkelheit ausgebremst. Sein Match gegen den Italiener Filippo Volandri wurde abgebrochen und geht am Dienstag weiter.

Zum Auftakt des mit 17,2 Millionen Euro dotierten Sandplatzturniers hatten sich noch Cedrik-Marcel Stebe und Michael Berrer durchgesetzt. Am Montag waren Tobias Kamke, Philipp Petzschner und Benjamin Becker chancenlos.

Björn Phau verspielte eine 2:0-Satzführung und muss die Heimreise antreten. (Datencenter: Ergebnisse Herren)

Überstunden für Haas

Routinier Haas muss dagegen Überstunden leisten. Beim Stand von 6:3, 0:6, 6:4, 4:2 aus Haas' Sicht wurde die Partie gegen Volandri zwangsweise wegen Dunkelheit beendet und wird am Dienstag als zweites Spiel auf dem Court 3 fortgesetzt.

Dann greifen auch die letzten beiden deutschen Herren Florian Mayer (Nr. 32) und Mischa Zverev ins Geschehen ein.

Kamke gegen Federer machtlos

Der Weltranglisten-78. Kamke konnte dagegen mit seiner 2:6, 5:7, 2:6-Niederlage gegen Rekordmann Roger Federer (Schweiz) bestens leben.

"Als er wirklich vor mir auf dem Platz stand, war die Anspannung deutlich da", sagte der 26-Jährige: "Er ist der beste Spieler aller Zeiten. Wenn er unbedingt will, kann er ein, zwei Gänge hochschalten."

Federer auf Rekordjagd

Der an Position drei gesetzte Federer setzte seine Jagd nach Rekorden unterdessen unbeirrt fort.

Der 30-Jährige absolvierte in Paris sein 50. Grand-Slam-Turnier in Folge, feierte seinen 50. Sieg bei den French Open und hat damit als einziger Spieler der Geschichte 50 Erfolge bei allen vier Grand Slams aufzuweisen.

Gleichzeitig egalisierte Federer den Rekord des US-Amerikaners Jimmy Connors für die meisten Siege bei Grand-Slam-Turnieren (233).

Der 48. Sieg über einen deutschen Spieler nach seiner Halbfinal-Niederlage 2002 in Halle/Westfalen war da nicht mehr als ein Randaspekt.

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