Sabine Lisicki schaffte es dieses Jahr bei den Australian Open bis ins Achtelfinale © imago

Sabine Lisicki und Mona Barthel scheitern bei den French Open schon in der ersten Runde. Auch ein Herren-Trio ist chancenlos.

Paris - Chancenlos, ratlos, kopflos.

Sabine Lisicki und Mona Barthel sind bereits in der ersten Runde der French Open in Paris (täglich im LIVE-TICKER) gescheitert.

Die gesetzten Spielerinnen, beide Teil des oft beschriebenen "Fräulein-Wunders" im deutschen Tennis, enttäuschten im Stade Roland Garros die mitgereisten Fans.

Immerhin hatten am Tag zuvor die Weltranglistenzehnte Angelique Kerber und Qualifikantin Dinah Pfizenmaier den Einzug in die nächste Runde geschafft. Julia Görges schlägt erst am Dienstag auf.

Lisicki kommt nicht in Tritt

Nach ihrer sechswöchigen Verletzungspause - Lisicki war beim Turnier in Charleston/South Carolina umgeknickt - kommt die Weltranglisten-13. nicht in Tritt.

Seit ihrem Comeback in Rom kassierte die 22-Jährige ihre dritte Auftaktniederlage. (Datencenter: Ergebnisse Frauen).

Gegen Bethanie Mattek-Sands (USA), die Nummer 167 im Ranking, produzierte Lisicki zu viele einfache Fehler, spielte teilweise völlig kopflos und unterlag 4:6, 3:6.

"Ich habe vor dem Turnier den Fokus auf die Fitness gelegt und zu wenig Zeit auf dem Platz verbracht", erklärte Lisicki ihre zahlreichen Fehler.

Barthel kassiert herbe Schlappe

Ähnlich erging es Mona Barthel. Die Aufsteigerin der Saison kassierte gegen die Qualifikantin Lauren Davis (USA) eine herbe 1:6, 1:6-Schlappe.

Zwölf Doppel- und 44 unerzwungene Fehler unterliefen der 21 Jahre alten Weltranglisten-32., die zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzt war.

"Ich weiß nicht, was heute passiert ist", sagte Barthel anschließend ratlos: "Ich hatte ein großartiges Jahr, aber ich kann nicht erwarten, dass es immer so weitergeht. Im Tennis geht es halt auf und ab."

Asarenka schrammt an Blamage vorbei

Eine historische Niederlage verhinderte unterdessen die Weltranglistenerste Viktoria Asarenka nur knapp.

Die Weißrussin lag in ihrem Erstrundenduell mit der Italienerin Alberta Brianti bereits 6:7 (6:8), 0:4 hinten und sah sich zudem einem Breakball gegenüber, ehe die Australian-Open-Siegerin sechs Spiele in Folge zum 6:4 gewann und sich schließlich 6:2 im entscheidenden Satz durchsetzte.

Asarenka wäre die erste Nummer eins in der Open Era (seit 1968) gewesen, die bei den French Open in der ersten Runde scheitert.

Qualifikantin Pfizenmaier beeindruckt

In Runde zwei trifft Asarenka auf die Bochumer Qualifikantin Dinah Pfizenmaier, die in Paris ihr erstes Grand-Slam-Turnier spielt.

Pfizenmaier hatte sich gegen die Französin Caroline Garcia durchgesetzt und damit auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner beeindruckt: "Es ist so erfrischend, wie sie ihren Erfolg genießt. Jede Minute, die sie hier spielt, wird ihr viel bringen."

Kerber muss sich steigern

Nicht in Minuten sondern in Tagen und "hoffentlich zwei Wochen" rechnet Angelique Kerber. (BERICHT: Kerber wird Deutschlands Nummer eins).

Die deutsche Nummer eins muss sich nach dem Auftaktsieg gegen die Chinesin Zhang Shuai in Runde zwei gegen Olga Gowortsowa (Weißrussland) noch steigern.

Die 24-Jährige aus Kiel hat sich mittlerweile an die Bedingungen im Stade Roland Garros gewöhnt: "Sand war früher nie mein Belag. Das hat sich mittlerweile geändert. Heute fühle ich mich richtig wohl."

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