Novak Djokovic hat in der Diskussion über den blauen Sand von Madrid nachgelegt und mehr Mitspracherecht der Profis gefordert.

"Für mich ist das kein Tennis. Das nächste Mal komme ich entweder mit Fußball-Schuhen oder ich lade Chuck Norris ein, der mir dann zeigt, wie ich auf diesem Platz spielen soll. Es ist einfach unglaublich rutschig", schimpfte der Weltranglisten-Erste Djokovic nach dem 6:2, 2:6, 6:3 in seinem Auftaktmatch gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver.

Australian-Open-Gewinner Djokovic hatte das mit 5,12 Millionen Dollar dotierte Premier-Turnier in Madrid im vergangenen Jahr gewonnen - damals aber noch auf der gewöhnlichen roten Asche.

Der 24-jährige Serbe kündigte "ernste Gespräche" nach der Veranstaltung an und heizte die Diskussion über mehr Mitspracherecht und Machtfülle der Profis an.

"Ich finde, die Meinung der Spieler sollte gehört und dann auch berücksichtigt werden. Dieses Turnier und die Entscheidung, auf den blauen Sand zu wechseln, ist ein Beispiel dafür, wie die Einschätzungen der Profis ignoriert werden. Ich hoffe, das wird sich in Zukunft ändern", sagte Djokovic und fügte an: "Ich habe noch niemanden gehört, der den blauen Sand mag."

Bereits seit Tagen gibt es Kritik der Spieler am neuen Belag auf der La-Caja-Magica-Anlage.

Turnierbesitzer Ion Tiriac, einst Manager von Boris Becker, hatte den Wechsel von Rot auf Blau vorangetrieben, um den TV-Zuschauern eine bessere Optik zu präsentieren. Zumindest behauptet der Rumäne das.

"Nächstes Mal bringe ich Schlittschuhe mit", schrieb Djokovic nach seiner Premiere auf dem blauen Geläuf via Facebook und kritisierte, dass keiner der Topspieler eingeladen worden sei, den neuen Belag zu testen.

Die ATP ist sich keiner Schuld bewusst, kündigte aber an, die Meinung der Profis bei der abschließenden Turnier-Beurteilung einfließen zu lassen.

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