Die beiden besten deutschen Tennisspieler haben beim ATP-Turnier in Madrid eine herbe Enttäuschung erlebt.

Zwei Tage nach seinem Triumph in München musste sich der Augsburger Philipp Kohlschreiber in der spanischen Hauptstadt dem an Nummer zwölf gesetzten Franzosen Gael Monfils in der ersten Runde auf dem ungewohnt blauen Sand mit 5:7, 7:6 (7:2), 3:6 geschlagen geben.

Kurz danach ereilte auch den Bayreuther Florian Mayer, im Ranking als Nummer 24 direkt vor Kohlschreiber platziert, durch ein 4:6, 2:6 gegen den Argentinier Juan Martin del Potro das schnelle Aus in Runde eins.

Gael Monfils verwandelte gegen Kohlschreiber nach 2:10 Stunden Spielzeit mit seinem elften Ass den ersten Matchball und trifft in der zweiten Runde auf den Russen Igor Andrejew.

Kohlschreiber bot zwei Wochen vor dem Power Horse World Team Cup in Düsseldorf dem in der Weltrangliste elf Positionen besser platziertem Franzosen die ganze Partie über Paroli, musste seinen Aufschlag aber insgesamt viermal abgeben.

Das entscheidende Break gelang Monfils beim Stand von 5:3 im dritten Satz. Für Kohlschreiber war es im siebten Duell mit dem 25-Jährigen die sechste Niederlage.

Deutlich weniger Gegenwehr leistete Florian Mayer gegen Juan Martin Del Potro, den US-Open-Sieger von 2009. Bis zum 4:5 im ersten Satz brachten beide Spieler ihre Aufschläge durch, ehe dem Südamerikaner das entscheidende Break zum Satzgewinn glückte.

Im zweiten Satz führte del Potro dann schnell mit 4:0. Zwar konnte Mayer noch einmal auf 2:4 verkürzen, doch der Argentinier machte den Erfolg nach 1:15 Stunden mit dem ersten Matchball perfekt.

Damit sind in der mit 3,973 Millionen Euro dotierten ATP-Veranstaltung keine deutschen Spieler mehr in der Einzel-Konkurrenz mehr im Wettbewerb. Bei den Damen befanden sich noch Angelique Kerber (Kiel) und Mona Barthel (Neumünster) im Rennen.

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