In Cincinnati verliert Roger Federer zwar gegen Nadal, seine Leistungskurve zeigt aber nach oben. Williams siegt im Eiltempo.

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München - Das ewige Duell gegen Rafael Nadal erneut knapp verloren, doch viel Zuversicht für die US Open gewonnen: Nach seinem Viertelfinal-Aus beim topbesetzten Masters-Turnier in Cincinnati (täglich LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) steckte Roger Federer in der emotionalen Zwickmühle.

Auf der einen Seite musste der zuletzt arg gebeutelte Schweizer eine weitere bittere Niederlage verarbeiten, andererseits konnte Federer mit seiner Performance endlich einmal wieder richtig zufrieden sein.

2:14 Stunden lang verlangte er Nadal alles ab, ehe ausgerechnet die Fehlentscheidung eines Linienrichters das hochklassige Match zugunsten des Spaniers beendete.

"Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie sich mein Spiel in den letzten Tagen entwickelt hat", sagte Federer nach der Partie. "Natürlich bin ich enttäuscht, ich hätte das Spiel auch gewinnen können. Aber es war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Federer mit Blick auf die am 26. August in New York beginnenden US Open.

Nadal trifft auf Berdych - del Potro auf Isner

Nadal, für den es der 21. Sieg im 31. Duell mit Federer war, trifft im Halbfinale am Samstag (Ortszeit) auf Tomas Berdych.

Der Tscheche besiegte Wimbledon-Champion Andy Murray überraschend klar mit 6:3, 6:4. Den zweiten Finalteilnehmer spielen Juan Martin del Potro und John Isner untereinander aus.

Isner schaltete völlig unerwartet den Weltranglistenersten Novak Djokovic mit 7:6 (7:5), 3:6, 7:5 aus. "Ich habe einfach ein schreckliches Match gespielt. Ich war ein komplett anderer Spieler", haderte Djokovic nach dem Aus.

Trotz Schlagabtausch rutscht Federer ab

Federer und Nadal lieferten sich seit langem einmal wieder einen hochklassigen Schlagabtausch.

Vor allem Federer zeigte sich fast wie zu seinen besten Zeiten und setzte Nadal immer wieder unter Druck. Mit einer traumhaften schönen Rückhand sicherte er sich den ersten Satz mit 7:5 und brachte den Spanier auch in der Folgezeit immer wieder in Bedrängnis.

Doch wie so oft fand Nadal noch einen Ausweg. Der Mallorquiner schaffte den Satzausgleich und später mit seinem fünften Matchball den Sieg.

"Ich bin sehr happy, ich bewege mich immer besser", sagte Nadal. "Es war sehr eng heute. Ich denke, in den entscheidenden Momenten habe ich einfach die wichtigen Punkte gemacht."

Nadal baute seine imposante Bilanz auf Hartplätzen in diesem Jahr damit auf 13:0 aus.

Federer wird nach der Niederlage in der Weltrangliste zwar auf Platz sieben abrutschen, der 17-malige Grand-Slam-Turnier-Champion scheint aber dennoch auf dem Weg aus der Krise.

Williams siegt im Eiltempo

Bei dem Damen hat die Weltranglistenerste Serena Williams beim WTA-Turnier im Eiltempo das Halbfinale erreicht und trifft nun auf Titelverteidigerin Li Na aus China.

Die US-Amerikanerin, die bei der Generalprobe für die US Open in New York noch nie das Endspiel erreichte, gewann gegen Simona Halep (Rumänien) mit 6:0, 6:4.

Der erste Satz dauerte ganze 16 Minuten.

"Wenn ich ehrlich bin, bin ich überrascht, noch im Turnier zu sein. Ich habe mich diese Woche nicht sonderlich gut gefühlt", sagte Williams, die ihren 55. Titel auf der WTA-Tour gewinnen kann.

Radwanska tritt nicht an - Grönefeld im Doppel-Finale

Angelique Kerbers Bezwingerin Li Na erreichte die Vorschlussrunde kampflos, da Wimbledon-Halbfinalistin Agnieszka Radwanska aus Polen wegen der Beerdigung ihres Großvaters nicht antrat.

Im zweiten Halbfinale stehen sich Wiktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 2) und Jelena Jankovic (Serbien/Nr. 14) gegenüber.

In der Doppel-Konkurrenz steht die Nordhornerin Anna-Lena Grönefeld mit der Tschechin Kveta Peschke bereits im Endspiel.

Das Duo setzte sich klar mit 6:3, 6:2 gegen Julia Görges und Barbora Zahlavova Strycova (Tschechien) durch.

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