Florian Mayer hält den Aufschwung im deutschen Damentennis für überbewertet: "Alles ganz toll. Aber meiner Meinung nach ist es schon so, dass Damentennis deutlich einfacher ist als Herrentennis. Das Niveau ist einfach nicht so hoch", sagte der Weltranglisten-35. am Rande der Mannschafts-WM in Düsseldorf, wo die deutschen Herren in der Gruppenphase an Serbien gescheitert waren, im Interview mit der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).

Auch Teamkollege Philipp Kohlschreiber (Augsburg) pflichtete seinem Bayreuther Davis-Cup-Kollegen bei: "Herrentennis und Damentennis ist nicht vergleichbar. Man kann aber nur gratulieren. Sie machen einen guten Job."

Mayer und Kohlschreiber sind bei den French Open in Paris (27. Mai bis 10. Juni) als einzige Deutsche an Position 32 und 24 gesetzt. Bei den Damen gehören Angelique Kerber (Kiel/Nr. 10), Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 12) und Mona Barthel (Bad Segeberg/Nr. 30) zum erweiterten Favoritenkreis.

Der Weltranglisten-27. Kohlschreiber bestätigte, dass der Streit mit Tommy Haas (Sarasota/USA) beigelegt sei. Haas hatte Kohlschreibers Fernbleiben vom Davis Cup in Bamberg gegen Argentinien (1:4) kritisiert. Sollte er Haas in Paris über den Weg laufen, dann werde er ihn grüßen. "Ich will mich da einfach nicht verstellen, wir sind keine Freunde. Wenn wir als Team irgendwo auftreten, dann verhalten wir uns professionell. Aber wenn das Turnier vorbei ist, geht jeder seiner Wege", sagte der 28-Jährige.

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