Philipp Kohlschreiber gewann Anfang Mai das ATP-Turnier in München © getty

Der Titelverteidiger ist raus beim World Team Cup. Kohlschreibers Kampf gegen Tipsarevic ist nicht von Erfolg gekrönt.

Düsseldorf - Die Vorstellung gibt Mut für Paris, den WM-Titel sind die deutschen Tennis-Herren aber erstmal los.

Bereits nach dem zweiten Einzel lag der Rekord-Weltmeister bei der Mannschafts-WM in Düsseldorf (LIVE im TV auf SPORT1) im entscheidenden Gruppenspiel gegen Serbien 0:2 zurück.

Philipp Kohlschreiber (Augsburg) unterlag dem Weltranglistenachten Janko Tipsarevic nach engagierter Leistung 4:6, 6:3, 5:7. Tags zuvor hatte Florian Mayer (Bayreuth) gegen Viktor Troicki Satzbälle liegen gelassen und 6:7 (6:8), 3:6 verloren.

Kohlschreiber: "Niederlage tut weh"

"Das Engagement, der Kampf und auch die spielerische Klasse waren da", sagte Kohlschreiber: "Dennoch tut die Niederlage weh, wir hätten hier gerne das Endspiel gespielt."

Serbien trifft im Finale auf Tschechien, das sich gegen Vorjahresfinalist Argentinien 2:1 durchsetzte. (DATENCENTER: Die Ergebnisse aus Düsseldorf).

Deutschland musste bereits vor dem abschließenden Doppel die Hoffnungen auf den sechsten Titel beim Power Horse World Team Cup begraben, die Aussichten für die French Open (27. Mai bis 10. Juni) könnten allerdings schlechter sein.

Leistung macht Hoffnung

Die beiden besten deutschen Einzelspieler, Kohlschreiber und Mayer, zeigten in Düsseldorf phasenweise gutes Sandplatztennis.

Vor allem Kohlschreiber überzeugte bei seiner Dreisatzniederlage gegen Tipsarevic, der beim Masters in Madrid sogar seinen dominierenden Landsmann Novak Djokovic geschlagen hatte.

Kohlschreiber lag bereits im ersten Durchgang mit einem Break in Führung, ehe sich Tipsarevic steigerte.

Starker Service

Mit der Unterstützung der Zuschauer im Rochusclub steigerte sich Kohlschreiber noch einmal, servierte hervorragend und ließ sich von den starken Grundschlägen seines Gegners mit Vor- und Rückhand nicht hinter die Grundlinie drängen.

Auch im dritten Durchgang, als er bereits früh mit einem Break in Rückstand gegangen war, stemmte sich der 28-Jährige gegen die Niederlage.

Lösbare Aufgabe bei French Open

Auch wenn Tipsarevic den siebten Matchball schließlich verwandelte: Das Dreisatzspiel gibt Kohlschreiber mehr Selbstvertrauen als die lockeren Siege gegen Russland und Kroatien. In Paris trifft er zum Auftakt als Nummer 24 der Setzliste auf den Australier Matthew Ebden, Nummer 76 der Welt. Eine lösbare Aufgabe.

Erst in der dritten Runde könnte in Nicolas Almagro (Spanien/Nr. 12) ein ausgewiesener Sandplatzspezialist warten.

Mayer im Aufwind

Auch Mayer hat der Power Horse World Team Cup gehörig Aufwind gegeben, trotz der Niederlage gegen Troicki. "Es geht weiter aufwärts nach letzter Woche", sagte der 28-Jährige, in Paris an Position 32 gesetzt.

Mayer hatte einen schwachen Saisonstart hinter sich und verlor auch in der Sandplatzsaison die ersten vier Begegnungen.

Zwar plagt die deutsche Nummer zwei noch eine leichte Erkältung, die erste Runde in Paris gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver, die Nummer 125 der Welt, sollte allerdings eine Pflichtaufgabe sein.

Auch in Runde zwei warten in dem angeschlagenen Kroaten Ivo Karlovic, der in Düsseldorf kein Spiel absolvieren konnte, oder einem Qualifikanten lösbare Aufgaben.

Entspannt in Richtung Paris

Vielleicht ist es sogar ein Vorteil für Kohlschreiber und Mayer, nicht bis zum Finale am Samstag in Düsseldorf bleiben zu müssen, sondern entspannt den Weg Richtung Paris antreten zu können.

Nach ihrem Titelgewinn im vergangenen Jahr schied Kohlschreiber in Roland Garros in Runde eins aus, Mayer musste trotz hervorragender Auslosung bereits in Runde zwei den Heimweg antreten.

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