Jochen Schümann wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet © getty

Die Auszeichnung mit der Goldenen Sportpyramide für sein Lebenswerk hat Jochen Schümann (59) in seinen kühnsten Träumen nicht erwartet.

"Ich war sehr überrascht und erstaunt, dass der Stiftungsrat mich auserwählt hat. Aber ich bin sehr stolz", sagte Deutschlands erfolgreichster Segler auf einer Pressekonferenz wenige Stunden vor der feierlichen Ehrung in Berlin.

Der dreimalige Olympiasieger und zweimalige Gewinner des legendären America's Cup steht durch die Auszeichnung auf einer Stufe mit den früheren Preisträgern Franz Beckenbauer (2006), Max Schmeling (2005) und Steffi Graf (2008).

Mit der Preisverleihung durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird Schümann auch in die "Hall of Fame" des deutschen Sports aufgenommen, gemeinsam mit vier weiteren Persönlichkeiten aus dem Bereich des Sports: Karl August Willibald Gebhardt als Wegbereiter der Olympischen Bewegung in Deutschland, Sir Ludwig Guttmann als Begründer der Paralympics sowie die beiden Fußball-Weltmeister von 1974, Sepp Maier und Gerd Müller.

Schümann hat als Athlet der DDR und der Bundesrepublik Deutschland Geschichte geschrieben.

Bei den Spielen 1976 in Montreal gewann er im Finn-Dinghy Gold und wiederholte seinen Triumph 1988 in Seoul und 1996 in Atlanta in der Soling-Klasse.

2000 in Sydney holte er Silber - was sich auch 14 Jahre später noch wie eine Niederlage anfühlt, verriet Schümann: "Das tut nach wie vor weh, das sind meine einzigen schlechten Träume über Sport."

Seine Olympiaerfolge konnte Schümann im America's Cup versilbern. Mit dem Schweizer Team Alinghi gewann er 2003 und 2007 die älteste und berühmteste Hochseeregatta der Welt.

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