Die deutsche Segler-Szene trauert um Timo Jacobs. Der Lübecker Starboot-Segler ist am Sonntag völlig unerwartet in einem Hamburger Krankenhaus gestorben, nachdem er in der Nacht zuvor einen Herzinfarkt erlitten hatte.

Nach Informationen der "Lübecker Nachrichten" vermuten die Ärzte eine Entzündung des Herzmuskels in Folge einer Virusinfektion als Ursache für den Infarkt.

"Mit Timo Jacobs verliert der Deutsche Segler-Verband nicht nur einen sehr leistungsstarken Segler, sondern auch einen überaus fairen und hilfsbereiten Menschen. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie und seinen Freunden. Wir trauern mit ihnen um einen besonderen Menschen und ein Vorbild als Segler und Sportsmann", schreibt der DSV.

Am Samstag hatte Jacobs noch einen Segelausflug auf der Alster unternommen, bevor er sich am Abend zusammen mit seiner Freundin das Feuerwerk beim Hamburger Hafengeburtstag ansah.

Als seine Freundin in der folgenden Nacht gegen drei Uhr aufwachte, bemerkte sie, dass etwas mit Jacobs nicht stimmte.

"Sie hat den Notarzt gerufen. Timo ist sofort ins Krankenhaus eingeliefert worden, doch die Hilfe kam zu spät", sagt Freund und Steuermann Johannes Babendererde. Im Laufe des Tages sei Jacobs gestorben.

Der ehemalige A-Kaderathlet hatte zuletzt noch mit Babendererde um einen Startplatz im Starboot bei den Olympischen Spielen in London gekämpft, musste sich aber in der nationalen Ausscheidung Robert Stanjek und Frithjof Kleen aus Berlin geschlagen geben.

Für das kommende Wochenende hatte Jacobs seinen Start bei einer Regatta auf dem Ratzeburger See geplant. Nun soll dort eine Schweigeminute für den 29-Jährigen stattfinden.

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