Gute Nachrichten für den Kieler Michael Müller beim Volvo Ocean Race: Der Vorschiffsmann der Rennyacht Puma unter US-Skipper Ken Read und einzige deutsche Hochseesegler profitierte am Mittwoch vom Mastbruch des französischen Rivalen Groupama.

Das Pech ereilte die Yacht von Skipper Franck Cammas vor der Küste Uruguays, rund 650 Seemeilen vor dem Etappenziel im brasilianischen Itajai. Die Crew der Rennyacht sei in Sicherheit, hieß es in einer Teammitteilung.

Cammas unterbrach das Rennen zunächst, will aber wichtige Punkte in der Gesamtwertung sichern, um Platz zwei zu verteidigen. Die Groupama könnte mit einem Notrigg weitersegeln oder in Punta del Este/Uruguay einen Ersatzmast stellen, der allerdings aus Amsterdam eingeflogen werden müsste.

Durch das Missgeschick des Rivalen übernahmen Müller und die Puma wieder die Etappenführung vor der gesamtführenden Telefonica von Iker Martinez aus Spanien.

Bereits am Sonntag war die Puma auf dem Weg von Auckland/Neuseeland nach Itajai Nutznießer des Pechs der Groupama gewesen, nachdem Cammas hinter Kap Hoorn in einer Flaute hängen geblieben war.

Mit dem Mastbruch der Groupama macht die Königsetappe der härtesten Regatta rund um die Welt ihrem Ruf weiter alle Ehre. Nach dem Ruderbruch der chinesischen Sanya von Mike Sanderson hatte am Mittwoch auch Ian Walker mit der Abu Dhabi nach dem zweiten Rumpfschaden aufgegeben und das Boot per Frachter weitertransportieren lassen.

Die neuseeländische Camper (Chris Nicholson) liegt in Puerto Montt/Chile zur Reparatur, will aber noch versuchen, auf eigenem Kiel nach Brasilien zu kommen. Bis zum Ende des Rennens Anfang Juli in Galway/Irland stehen noch vier Etappen an.

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