Der Kieler Michael Müller hat auf der fünften Etappe des Volvo Ocean Race die Führung übernommen.

Der Vorschiffsmann der Rennyacht "Puma" unter US-Skipper Ken Read und einzige deutsche Hochseesegler setzte sich am Sonntagmorgen auf dem Weg von Auckland/Neuseeland nach Itajai in Brasilien an die Spitze des Feldes, nachdem Franck Cammas "Groupama" (Frankreich) hinter Kap Hoorn in einer Flaute hängen geblieben war und so zehn Seemeilen in Rückstand geriet.

Auf Platz drei folgte die gesamtführende "Telefonica" von Iker Martinez aus Spanien. Nach einem 18-stündigen Reparaturstopp vor der argentinischen Küste liegt sie 380 Seemeilen zurück. Der Zieleinlauf wird für Gründonnerstag (5. April) erwartet.

"Nach dem schweren Wetter im Südpolarmeer ist die leichte Atlantikbrise auf ihre Art stressig", sagte Müller, der vor 14 Tagen auf die 6700-Seemeilen-Etappe gestartet war und unterwegs orkanartige Stürme mit zehn Meter hohen Wellen erlebt hatte: "Von einer Vorentscheidung sind wir noch 1400 Seemeilen entfernt." Im Gesamtklassement ist die "Puma" Vierte.

Für den Rest des Teilnehmerfeldes wird das Teilstück nach erheblichen Materialschäden noch eine lange Reise.

Die neuseeländische "Camper" (Chris Nicholson) steuert zur Reparatur Port Montt in Chile an. Ian Walker ließ bei der "Abu Dhabi" 30 Schrauben durch den Rumpf bolzen, um einen Bruch zu verhindern.

Dagegen musste die "Sanya" aus China nach einem Ruderbruch ganz aufgeben und fuhr zurück nach Neuseeland.

Skipper Mike Sanderson hat die sechste Etappe von Brasilien nach Miami (Start: 22. April) bereits abgehakt, das Boot wird per Frachter direkt in die USA gebracht.

Die härteste Regatta rund um die Welt endet nach 39.000 Seemeilen (72.000 Kilometer) Anfang Juli im irischen Galway.

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