Paul Biedermann gewann schon über 400 m © getty

Paul Biedermann hat seine beeindruckende Rückkehr bei der DM in Berlin mit dem Titel-Triple gekrönt.

Nach seinen Siegen über 100 und 400 m setzte sich der lange pausierende Weltrekordler am Schlusstag auch auf seiner Paradestrecke 200 m Freistil durch.

Mit der Siegerzeit von 1:46,25 Minuten erfüllte der Hallenser nicht nur die Teil-Norm für die Heim-EM an selber Stelle, er kletterte auch auf Platz sechs der Weltrangliste.

"Ich freue mich über das, was ich hier geschafft habe. Das letzte Rennen war ganz schön hart und hinten raus ein Krampf", sagte Biedermann, der wegen eines verschleppten Infekts die WM-Saison ausgelassen hatte: "Die Pause war wichtig, um Abstand zu finden. Schwimmen ist immer noch das Wichtigste, aber nicht mehr alles." Bundestrainer Henning Lambertz schwärmte: "Er hat eindrucksvoll gezeigt, wo er in Deutschland steht: ganz oben!"

Biedermanns Heimtrainer Frank Embacher betonte, sein Schützling sei endgültig aus dem Motivations-Loch, in das er nach den medaillenlosen Olympia-Auftritten von London gefallen war, herausgeklettert: "Es macht deutlich mehr Spaß, weil er wieder die Belastung annimmt und emotional ganz anders dabei ist als vor der Pause."

Auch das Comeback von Rivale Michael Phelps (USA) setze bei seinem Schützling Kräfte frei: "Der Name Michael Phelps löst bei Paul etwas aus."

Welche Strecken die deutsche Medaillenhoffnung bei der Heim-EM schwimmt, wird nach dem Überprüfungswettkampf in elf Wochen in Essen entschieden.

Es ist möglich, dass Biedermann zugunsten der aussichtsreichen 4x100-m-Freistilstaffel auf einen Einzelstart in seiner Weltrekord-Disziplin 400 m Freistil verzichtet.

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