Weltrekordler Paul Biedermann hat sich erstmals zum Rücktritt seiner Freundin Britta Steffen geäußert. Dabei deutete der 27-Jährige an, dass Steffens Entscheidung schon vor den für sie medaillenlosen Weltmeisterschaften im August in Barcelona feststand.

"Ja, die liegt eigentlich schon ein halbes Jahr zurück", sagte der Doppel-Weltmeister von 2009 in der ZDF-Sendung "inka!":

"Ich glaube, jetzt war auch die richtige Zeit aufzuhören. Britta hat alles erreicht, was man erreichen kann - und das immer gleich zweifach. Ich denke, besser geht es nicht. Jetzt ist es an der Zeit, eine neue Richtung einzuschlagen, und das tun wir in Halle an der Saale."

Die Doppel-Olympiasiegerin von 2009, die vor einer Woche das Ende ihrer erfolgreichen Karriere bekannt gegeben hatte, hätte nun auch mehr Zeit, ihn mit leckerem Essen zu verwöhnen, verriet Biedermann: "Ich muss sagen: Meine Freundin ist eine fantastische Köchin und mir geht es gut."

Während Steffen sich nun ihrem neuen Studium an der Martin-Luther-Universität in Halle widmet, will Biedermann sportlich noch einmal angreifen.

"Natürlich wird man an den Erfolgen gemessen, die man einmal hatte. Und natürlich will man da nochmal hin. Ob man das schafft, ist eine andere Frage, aber ich bin motiviert", sagte der Olympiafünfte und wünschte sich für das Jahr 2014 "einfach nur Gesundheit."

Die vergangene Saison hatte Biedermann wegen eines verschleppten Infekts abhaken müssen.

Der Wiedereinstieg ins Training nach einem halben Jahr Pause verlief schwierig, weshalb Heimtrainer Frank Embacher eine Teilnahme an der Kurzbahn-Saison in diesem Winter offen ließ: "Ob er bei den deutschen Meisterschaften startet, die ja Qualifikation für die EM sind, wird erst noch entschieden."

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