Die amerikanische Extremschwimmerin Diana Nyad hat am Samstag ihren fünften und letzten Versuch gestartet, die knapp 170 Kilometer zwischen Kuba und Florida schwimmend zurückzulegen.

Die 64-Jährige will die von Haien besiedelte Strecke als erste Person ohne Schutzkäfig absolvieren. Zum Schutz vor Quallen in einen Ganzkörper-Anzug gekleidet, hofft Nyad, die Floridastraße in 80 Stunden zu durchqueren.

Bereits zuvor hatte sie angekündigt, es bei einem erneuten Scheitern nicht noch einmal versuchen zu wollen. Begleitet wird Nyad von einer 36-köpfigen Crew.

Im August des vergangenen Jahres hatte die Sportlerin ihren vierten Versuch nach etwa der Hälfte der Strecke abbrechen müssen. Der entscheidende Auslöser war damals ein schweres Unwetter in der Nacht gewesen, zudem beeinträchtigten Nyad zahlreiche Quallenbisse.

Den ersten Anlauf hatte sie bereits 1978 im Alter von 28 Jahren unternommen.

Mit ihrer Unternehmung will Nyad, die auch als Autorin und Journalistin bekannt ist, auch dazu beitragen, die politischen Gräben zwischen Kuba und den USA zu überwinden.

Sie hält den Langstrecken-Weltrekord auf offenem Meer, seit sie 1979 rund 164 Kilometer von den Bahamas nach Florida geschwommen war.

Die deutlich gefährlichere Strecke von Havanna nach Florida hat bislang einzig die Australierin Susan Maroney 1997 erfolgreich absolviert, allerdings geschützt durch einen Käfig.

Weiterlesen