Die Änderungen im Fahrplan der deutschen Schwimmer vor einem Großereignis nehmen weitere Formen an.

Chefbundestrainer Henning Lambertz plant im kommenden Jahr nach den Deutschen Meisterschaften im April eine zusätzliche Qualifikation kurz vor den Europameisterschaften in Berlin vom 13. bis 24. August.

"Die Trials direkt vor dem Top-Event, um das Risiko des Formverlustes zu minimieren, ist ein Weg, der gefällt mir. Je mehr ich drüber nachdenke, umso besser", sagte Lambertz nach dem Kurzbahn-Weltcup in Berlin.

Ihm schweben Trials Ende Juli 2014 vor.

Der 42-Jährige hatte seine Idee am Freitag öffentlich gemacht und präzisierte nun seine Vorstellungen.

Bislang habe er "nur grundsätzliches positives Feedback" erhalten, berichtete Lambertz.

Er rechnet aber auch mit Widerstand: "Nicht jeder wird vor Freude in die Hände klatschen."

Insbesondere Trainer aus dem Osten favorisieren einen Abstand von neun bis zwölf Wochen zwischen Qualifikation und Großereignis. Allerdings führte diese Praxis sowohl bei der WM als auch bei Olympia 2012 zu insgesamt enttäuschenden Ergebnissen.

Die Trials könnten 2014 allerdings nicht im Berliner Europasportpark stattfinden, da dort Ende Juli schon die Umbauten für die Heim-EM laufen. Lambertz zufolge wäre eine EM-Qualifikation auch bei einem internationalen Schwimm-Meeting im Ausland denkbar.

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