Freiwasser-Star Thomas Lurz hat seine Kritik an den Beckenschwimmern nach der verkorksten WM in Barcelona noch einmal konkretisiert.

"Ich denke, wir haben im Becken in den letzten Jahren den Anschluss ein wenig verloren. Da braucht es nun Zeit, um die internationale Spitze wieder einzuholen", sagte der Weltmeister im Team und über die 25 Kilometer bei SPORT1.fm.

Trotz nur einer Medaille durch Marco Koch stärkte Lurz jedoch Bundestrainer Henning Lambertz den Rücken: "Wir sind beim DSV mit Henning Lambertz gut besetzt."

Ein Hauptproblem sieht der 33-Jährige im mangelhaften Saisonaufbau.

"Man muss hinterfragen, warum beim Saisonhöhepunkt die Leistungen nicht abgerufen werden, die bei deutschen Meisterschaften erreicht werden", betonte Lurz.

Auch im Nachwuchs sieht er großen Nachholbedarf. "Ich glaube, man muss in jüngeren Jahren einen Tick mehr trainieren. Da sollte auch mehr Ehrgeiz entwickelt werden. Das fängt bei den Trainern an", kritisierte Lurz.

Noch nie holten deutsche Beckenschwimmer bei einer WM so wenige Medaillen.

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