Weltrekordlerin Britta Steffen hat auch am Schlusstag der Schwimm-WM in Barcelona ihre Zukunft offengelassen.

"Die Überlegungen sind noch nicht zu Ende gedacht. Ich will hier jetzt nichts versprechen und dann sagen: April, April", sagte die 29-Jährige nach dem Finaleinzug mit der 4x100-m-Lagenstaffel am Sonntag: "Jetzt steht für mich erstmal Urlaub an, und da werde ich mir dann reiflich Gedanken machen. Alles erstmal sacken lassen, ich bin auch nur ein Mensch."

Im kommenden Jahr steht mit der Heim-EM in ihrer früheren Heimatstadt Berlin ein Wettbewerb an, den die WM-Sechste über 100 m Freistil eigentlich immer auf der Agenda hatte.

Eine definitive Startzusage könne sie aber noch nicht geben, betonte die Doppel-Olympiasiegerin von 2008.

Von der WM im Palau Sant Jordi zog Steffen für sich selbst ein positives Fazit.

"Ich bin sehr zufrieden mit mir. Es ist nicht an allen Stellen so gewesen, wie ich es mir gewünscht hatte, im Sinne von träumen, aber es war in Ordnung", sagte die Olympiavierte.

Dass sie freiwillig auf einen Start auf ihrer Weltrekordstrecke 50 m Freistil verzichtete, obwohl ihr Teamkollegin Daniela Schreiber ihren Platz angeboten hatte, bereut Steffen nicht: "Über verschüttete Milch muss man nicht weinen."

Steffen hatte sich bei der DM krankheitsbedingt nicht qualifiziert und später Schreibers Angebot abgelehnt, weil sie keine realistischen Medaillenchancen für sich sah.

Die frühere Goldschwimmerin kümmerte sich außerhalb des Beckens um die vielen jungen Athleten im Team, nach dem Finaleinzug mit der Lagenstaffel freute sie sich ausgiebig mit der extra eingeflogenen 20-Jährigen Lisa Graf (Berlin).

"Sie ist meine Zimmerkumpeline, da freut man sich natürlich mit", sagte Steffen.

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