Weltrekordlerin Britta Steffen (Halle/Saale) hat bei der Weltmeisterschaft in Barcelona das Halbfinale über 100 m Freistil erreicht.

Die 29-Jährige qualifizierte sich in persönlicher Saisonbestzeit von 53,93 Sekunden als Vorlauf-Vierte für die nächste Runde mit den 16 besten Athletinnen am Donnerstagabend.

"Ich bin ins Rennen gegangen und habe mir gesagt: Ich muss alles zeigen, was ich kann. Ich kann mir nicht erlauben, noch Reserven aufzusparen. Wenn es nicht fürs Finale reicht, wäre es schade. Aber ich werde mir alle Mühe geben", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von 2008, die sich von ihrem vierten Platz nicht blenden ließ: "Die Vorläufe werden von den anderen immer semi-professionell geschwommen. Von daher bin ich vielleicht auf Platz acht bis zehn in der Welt."

Mit ihrer Vorlaufzeit im möglicherweise letzten internationalen Wettkampf auf ihrer Weltrekordstrecke war Steffen zufrieden, nur zweimal war sie seit dem Verbot der High-Tech-Anzüge Ende 2009 schneller geschwommen.

"Ich habe die letzten Jahre einiges eingesteckt, da ist man nicht mehr so erfolgsverwöhnt. Von daher backt man jetzt kleinere Brötchen", sagte die zweifache Weltmeisterin von 2009 und betonte: "Die WM macht mir viel Spaß, weil ich jedes Rennen ganz bewusst genieße."

Steffens Teamkollegin Daniela Schreiber schied dagegen als enttäuschende 22. (55,44 Sekunden) aus und blieb dabei mehr als eine Sekunde über ihrer bei der DM im April erzielten Zeit.

"Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Ich finde die Zeit einfach nur peinlich", sagte Schreiber.

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