Die Suche nach einem neuen Schwimm-Bundestrainer geht in die letzte Runde.

Nachdem der Däne Paulus Wildeboer in Australien angeheuert hat, macht sich der Essener Henning Lambertz Hoffnungen auf eine Beförderung. "Ich warte ganz entspannt ab. Wir werden sicher in Wuppertal noch mal drüber reden", sagte der 42-Jährige.

Der bisherige Cheftrainer des Bundesstützpunktes Essen ist nach wie vor im Rennen, auch wenn der DSV-Präsidentin Christa Thiel seine forsche Bewerbung über die Öffentlichkeit nicht gefiel.

Lambertz setzt auf ein längerfristiges Engagement: "Mein Konzept ist auf acht Jahre ausgelegt. Sonst kommen wir immer vom Regen in die Traufe. Der Hauptfokus muss 2020 sein."

Lambertz hat sein Konzept dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) vorgetragen und wartet nun auf eine Antwort. "Wir haben schon verschiedene Gespräche geführt, es wird noch in einer kleinen Runde weitergehen", sagte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff und betonte: "Es ist noch nicht entschieden."

Entschieden ist dafür, die Struktur der Bundesstützpunkte leicht zu verschlanken. Der Stützpunkt in Frankfurt/Main soll wegfallen, Berlin, Hamburg, Essen, Heidelberg und Halle/Saale sollen erhalten bleiben. Zu diesem Ergebnis kam die elfköpfige Strukturkommission, die der DSV nach dem Olympia-Debakel eingesetzt hatte. Sie beschäftigte sich am vergangenen Freitag mit der Sparte Schwimmen. Verkündet werden sollen die Ergebnisse aber erst nach der letzten Sitzung am 30. November.

Über Kandidaten für den vakanten Posten des Bundestrainers ist in diesem Gremium nicht gesprochen worden, lediglich über dessen Kompetenzen als Cheftrainer Schwimmen. Vor einem Jahr hatte sich der DSV am Rande der Kurzbahn-DM in Wuppertal von Dirk Lange getrennt, seitdem übernahmen Diagnostik-Bundestrainer Markus Buck und Leistungssportdirektor Lutz Buschkow dessen Aufgaben.

Buschkows Vertrag läuft Mitte 2013 aus, auch er war nach der Pleite von London, wo es erstmals seit 80 Jahren keine Medaille für die Beckenschwimmer gegeben hatte, in die Kritik geraten.

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