Deutlicher Denkzettel für Christa Thiel: Die Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) wurde beim 71. Verbandstag in Hamburg nur mit knapper Mehrheit wiedergewählt.

Die 58 Jahre alte Rechtsanwältin aus Wiesbaden erhielt bei der geheimen Wahl lediglich 57,1 Prozent Ja-Stimmen. Das ist mit Abstand das schlechteste Wahlergebnis für Thiel, die seit 2000 an der Spitze des etwa 600.000 Mitglieder zählenden Verbandes steht. Noch vor vier Jahren war sie bei ihrer Wiederwahl in Warnemünde auf 88,4 Prozent Zustimmung gekommen.

Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Die Opposition hatte trotz des schwachen Olympia-Abschneidens des DSV-Teams in London mit nur einer Silbermedaille von einer Kampfabstimmung abgesehen. Beim Voting gaben viele Mitglieder ihrer Präsidentin jedoch einen deutlichen Denkzettel mit.

"Ich bedanke mich bei denjenigen, die mich gewählt haben. Die, die es nicht getan haben, werden ihre Kritikpunkte haben. Ich will auf sie zugehen, um diese auszuräumen", sagte Thiel, die in ihre vierte Amtszeit geht.

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