Knapp fünf Wochen nach seinem silbernen Olympiarennen im Londoner Hyde Park ist Rekordweltmeister Thomas Lurz bei der Freiwasser-EM in der Toskana an einer Medaille vorbeigeschwommen.

Der 32-Jährige kam über zehn Kilometer lediglich als Zehnter ins Ziel. Silber gewannen zum Auftakt der Olympia-Achte Andreas Waschburger und die zweimalige Welt- und Europameisterin Angela Maurer.

Bis 250 m vor dem Ziel lag Lurz zusammen mit Waschburger bei hohen Wellen und einer Wassertemperatur von 24 Grad noch auf Platz zwei. "Dann hat er sich an einer Boje verhakt", berichtete Bundestrainer Stefan Lurz und resümierte: "Nach Olympia ist die Luft raus, der Körper braucht eine Pause."

Am Ende lag der Würzburger 12,7 Sekunden hinter dem russischen Überraschungssieger Kirill Abrosimow (1:57:46,8) und schimpfte: "Es war unheimlich wellig, das hat mit Schwimmen nichts zu tun."

Waschburger (Saarbrücken) kam mit den Bedingungen vor Piombino besser zurecht und gewann mit 1,4 Sekunden Rückstand, aber vor dem Italiener Nicola Bolzonello seine erste internationale Medaille.

Der Olympia-Fünften Maurer fehlten nach 2:12:24,7 Stunden ebenfalls 1,4 Sekunden auf die siegreiche Vizeweltmeisterin Martina Grimaldi (Italien). Bronze ging an die Tschechin Jana Pechanova

. Auf Platz 15 schwamm Nadine Reichert (Mainz), ihr Ehemann Christian (Wiesbaden) hatte zuvor den siebten Rang belegt.

"Zweimal Silber - das ist ein ganz erfolgreicher Auftakt", resümierte Stefan Lurz.

Das nächste Edelmetall haben am Donnerstag (10 Uhr) Thomas Lurz, Waschburger und Maurer im Teamwettbewerb über fünf Kilometer im Visier. "Ich hoffe, dass es dann nicht so wellig ist. Sonst wird es ein Glücksspiel", sagte Stefan Lurz.

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