Nach dem London-Reinfall und dem schlechtesten Olympia-Abschneiden seit 20 Jahren sehen sich die australischen Schwimmer einer Disziplin-Debatte ausgesetzt.

Die Tageszeitung "The Australian" berichtete, dass Mitglieder der 4x100-m-Freistilstaffel der Männer im Trainingslager in Manchester das vom australischen Verband verbotene Schlafmittel Stilnox genommen und Teamkollegen sowie Trainer mit nächtlichen Scherzanrufen und anderen Störmanövern belästigt hätten.

Dadurch sei die Moral der Mannschaft untergraben worden.

"Die Scherzanrufe sind passiert", bestätigte Matt Targett, der mit der favorisierten Staffel eine Olympia-Medaille verpasst hatte:

"Aber wir standen nicht unter dem Einfluss irgendwelcher Sachen."

Chef-Trainer Leigh Nugent weigerte sich, den Bericht zu kommentieren. Er werde sich erst wieder zu den Ereignissen rund um Olympia äußern, wenn eine vom Verband eingeleitete Aufarbeitung des schlechtesten Team-Resultats seit den Spielen 1992 in Barcelona abgeschlossen sei.

Das australische Schwimm-Team war in London erstmals seit Montreal 1976 ohne Einzelgold geblieben. Am Ende standen eine Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen zu Buche.

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